Foto: Zoo Karlsruhe
Musste wegen Problemen mit Galle und Leber eingeschläfert werden: Eisbär Kap.
Musste wegen Problemen mit Galle und Leber eingeschläfert werden: Eisbär Kap.
Foto: Zoo Karlsruhe

Zoo Karlsruhe: Was zum Tod von Eisbär Kap führte

20. Juli 2025
Die Todesursache von Eisbär Kap ist geklärt. Mit der Entscheidung, ihn einzuschläfern, wurde dem Tier weiteres Leiden erspart. Eine Untersuchung im Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Karlsruhe bestätigte die bereits während der Narkose festgestellten Befunde.

Probleme mit Galle und Leber

Kaps Leber war stark vergrößert und verändert, die Gallenblase deutlich gefüllt. Um die genaue Erkrankungsursache abzuklären, wurden eine histologische Untersuchung sowie eine weiterführende Infektionsdiagnostik eingeleitet.

Zootierarzt Dr. Marco Roller: „Wir wissen aus Untersuchungen älterer Eisbären, dass Leberveränderungen und -erkrankungen, etwa durch Tumoren, nicht selten sind. Angesichts der sich trotz Behandlung verschlechternden Laborwerte und der Ultraschallbefunde haben wir entschieden, Kap nicht mehr aus der Narkose aufwachen zu lassen, um ihm unnötiges Leiden zu ersparen.“

Große Betroffenheit um den beliebten Bären

Kaps Tod hat bei vielen Menschen tiefe Betroffenheit ausgelöst. Der Eisbär kam 2001 als Jungtier von Moskau nach Karlsruhe, zog aber schon 2004 in den Tierpark Neumünster e. V. um. Erst Jahre später kehrte er wieder ins Badische zurück. Kap galt als einer der genetisch wertvollsten Bären im Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) und konnte sich 2022 im Hamburger Tierpark Hagenbeck erfolgreich fortpflanzen. Am 19. Dezember 2022 kam dort das Eisbärenmädchen Anouk zur Welt.

Nach seiner Rückkehr nach Karlsruhe wurde das Eisbärenweibchen Nuka trächtig und brachte am 2. November vergangenen Jahres zwei Jungtiere zur Welt, von denen eines überlebte: Jungtier MiKa, das heute viele Besucherinnen und Besucher des Zoos begeistert

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