Neben großartigen Sehenswürdigkeiten wie dem Deutschen Schmuckmuseum oder den Schmuckwelten gibt es in der „Goldstadt“ auch ein bemerkenswertes Denkmal für die „Rassler“, ohne die der Aufschwung der Stadt zum Zentrum der Schmuckindustrie und zum wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Oberzentrum des Nordschwarzwalds wohl kaum möglich gewesen wäre.
Es war Markgraf Karl Friedrich von Baden, der 1767 dem Franzosen Jean Francois Autran die Erlaubnis zur Errichtung einer Taschenuhrenfabrik erteilte, in der dann aber schon bald Schmuck hergestellt wurde. Und die Geschichte nahm ihren Lauf. Immer mehr Betriebe wurden im Laufe der Jahre gegründet. Pforzheim wandelte sich zu einer bedeutenden Industriestadt. Der Bedarf an Arbeiterinnen und Arbeitern wuchs, und schon bald kamen sie nicht mehr nur aus Pforzheim.
Sie kamen zu Tausenden
Seit Mitte des 19. Jahrhunderts kamen sie werktäglich zu Tausenden in Gruppen zu Fuß aus den Nachbargemeinden nach Pforzheim. Bis zu sechs Stunden Fußmarsch nahmen sie Tag für Tag in Kauf. Die Arbeitszeit lag erst bei elf, später dann bei zehn Stunden.
Geräuschvoller Auftritt
Dass sie kamen, war nicht zu überhören. Schon bald hatten sie ihren Namen weg: Rassler. Der bezog sich auf die Geräusche, die sie mit ihren genagelten Schuhen beim Eilschritt auf dem Kopfsteinpflaster erzeugten. Zusätzlich verursachte auch das mitgebrachte Essgeschirr klappernde Töne.
Skulptur erinnert an Rassler
Vergessen haben die Pforzheimer ihre Rassler nicht. Heute erinnert eine Skulptur des Bildhauers und Künstlers Fritz Theilmann in der Pforzheimer Innenstadt an sie. Dabei orientierte sich der Künstler bei der Gestaltung der Figuren nicht nur an den historischen Grundlagen des Begriffs, sondern brachte auch eigene Erinnerungen ein.
Ich habe einige Satzstrukturen geglättet und ein paar formale Anpassungen vorgenommen, damit der Text leserfreundlicher ist.





