Wogendes Lichtermeer beim Altensteiger Weihnachtsfackeln

7. Dezember 2019

Das Weihnachtsfackeln in Altensteig ist mit Sicherheit einer der ältesten Bräuche im gesamten Schwarzwald. Jahr für Jahr lockt er an Heiligabend Tausende Menschen in das historische Städtchen im oberen Tal der Nagold.

Sie alle wollen dabei sein, wenn an Heiligabend auf dem Helles- und dem Schlossberg mit großen Feuern und Hunderten von Handfackeln sinnbildlich die Geburt Christi gefeiert wird, wobei sich die Historiker sicher sind, dass das Fest in seinen Ursprüngen bis auf die Kelten zurückgeht, die mit dem Feuer die Wintersonnwende begingen.

Schon am Morgen des Heiligen Abends sind die die Fackler auf den Beinen, um ihre riesigen Holzstöße auf dem Helles- und dem Schlossberg aufzubauen. Das sachgemäße Aufsetzen des Holzes verlangt viel Erfahrung und Sachverstand. Der Holzstoß soll ja so lange wie möglich stehen bleiben und so seinen Schein über das Nagoldtal ausstrahlen. Die Fackler rüsten sich mit selbstgebauten Riesenfackeln. Geschlitzes Spreißenholz wird zu bis zu fünf Metern langen Bündeln zusammengeschnürt.

Nach dem Gottesdienst geht es dann los. Beim Glockengeläut um 18 Uhr werden die Holzstöße entzündet. Sobald der Haufen brennt, werden an ihm die traditionellen „Fackeln“ entzündet. In größerem Abstand stellen die Fackler sich dann neben- und hintereinander auf den steilen Hangwiesen auf und schwenken die von der Spitze her brennenden Bündel. Auch immer mehr Wachsfackeln werden entzündet, bis ein riesigesm wogendes Lichtermeer auch den letzten Zuschauer in weihnachtliche Stimmung versetzt.

Weitere Infos unter www.altensteig.de

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