Foto: Badischer Weinbauverband
Die Badische Weinkönigin Jessica Himmelsbach zusammen mit ihren Prinzessinnen Lisa Huber (links) und Geraldine Liebs (rechts).
Die Badische Weinkönigin Jessica Himmelsbach zusammen mit ihren Prinzessinnen Lisa Huber (links) und Geraldine Liebs (rechts).
Foto: Badischer Weinbauverband

Wir stellen vor: Jessica Himmelsbach – Badens neue Weinkönigin

16. Juni 2022
Von einer Minute auf die andere hat sich das Leben der 27-jährigen Winzerin Jessica Himmelsbach gewandelt. Zumindest, was die kommenden zwölf Monate angeht. Die Heitersheimerin wurde nämlich vor kurzem in Freiburg zur 72. Badischen Weinkönigin gewählt. Ihre Freude war riesig, die auf sie wartende „Arbeit“ ist groß.

Rund 200 Termine warten

Ein Jahr lang ist sie jetzt so etwas wie das „Gesicht“ des Badischen Weins, wird diesen zusammen mit ihren beiden Prinzessinnen Lisa Huber aus Durbach und Geraldine Liebs aus Freiburg-Opfingen im In- und Ausland repräsentieren.

Zu tun gibt es jede Menge. An die 200 Termine wird sie in dieser Zeit haben. Sie wird Weinfeste eröffnen, auf Messen unterwegs sein und Interviews geben, der Star jeder Weinprobe sein und bei vielen anderen Veranstaltungen ihre Auftritte haben. Und auch ihre beiden Prinzessinnen werden die kommenden zwölf Monate mit Repräsentationspflichten mächtig eingespannt sein. Auch sie freuen sich auf die Aufgaben, die da auf sie zukommen. Die Wahl wird jedes Jahr vom Badischen Weinbauverband durchgeführt.

„Ich brenne für das Thema Wein“

Spannend und aufregend sei die Wahl in Freiburg gewesen, erzählt Jessica, die zusammen mit ihren Mitbewerberinnen Lisa Huber und Geraldine Liebs im Finale vor der rund 40-köpfigen Fachjury ihr Fachwissen, ihre Schlagfertigkeit und ihre Bühnenpräsenz unter Beweis stellte. Für ihre beiden Mitbewerberinnen hat die spätere Siegerin nur lobende Worte. Es habe großen Spaß gemacht mit zwei so wundervollen jungen Frauen an der Seite im Finale zu stehen.

Dass sie dann letztlich zur Königin gekrönt worden sei, sei für sie so etwas wie das „Tüpfelchen auf dem i“ gewesen. Warum sie sich durchgesetzt habe, wird sie von einer Reporterin des SWR gefragt. Eine Frage, sagt sie, die letztlich nur die Jury beantworten könne. Aber sie glaubt, dass deutlich geworden sei, „wie sehr ich für das Thema Wein brenne“.

Wein, so sagt sie weiter, sei ihr Leben. Eines, zu dem sie sozusagen aber nur auf Umwegen kam, das so erst 2016 im Alter von 21 Jahren begann. Damals half sie bei der Weinlese: „Das war der Startschuss. Da fing alles an“. Es sei so etwas wie Liebe auf den ersten Blick gewesen. Da gab es dann kein großes Überlegen mehr. Sie lernte Winzerin. Keine Sekunde hat sie das seitdem bereut. Heute arbeitet sie beim Weingut Zotz in Heitersheim, wo sie vor allem im Außenbereich in den Reben tätig ist.

„Die Wertschätzung erhöhen“

Wenn Jesica Himmelsbach jetzt für den Badischen Wein unterwegs sein wird, sollen die Menschen ihre Begeisterung, ihre Leidenschaft für den Wein spüren. Sie wolle als Weinkönigin „vor allem auch transportieren, welch tolles und aufwendiges Produkt der Wein ist,“ den Menschen vermitteln wie viel Arbeit und Herzblut da dahinterstecke und so die Wertschätzung für den Weinbau und den Wein erhöhen. Es gehe ihr darum, alles ihr nur Mögliche tun, um zu einer positiven Entwicklung im Weinbau beizutragen, „weil es derzeit ja für alle schwierige Zeiten sind. Auch für uns“. So die neue Weinkönigin im Interview.

Weinkönigin voll Tatendrang

Jetzt sei sie vollerTatendrang und Zuversicht, freue sich auf alles, was da als Badische Weinkönigin so auf sie zukommen werde. Ganz sicher werde viel Neues dabei sein, viele Herausforderungen auf sie warten, aber schließlich wachse man auch an seinen Aufgaben. Und so ganz ohne Erfahrungen geht sie an ihre neuen Aufgaben nun wirklich nicht heran. Schließlich kann sie auf diverse Erfahrungen als Markgräfler Weinprinzessin verweisen.

Jubel im Weingut

Natürlich müsse sie als Badische Weinkönigin mit ihrer bisherigen Arbeit kürzertreten. Sie sei deshalb so wahnsinnig dankbar, dass sie mit dem Weingut Zotz in einem so tollen Betrieb arbeite, der dies möglich mache und sie hier den Rückhalt von ihren Kollegen und ihrem Chef habe.

Die indes freuen sich riesig mit ihr. Und wie! „WOW WOW WOW! Was für eine grandiose Überraschung“ war da auf der Facebookseite des Heitersheimer Weinguts nach der Wahl zu lesen. Und weiter: „Wir sind unglaublich STOLZ auf unsere Jessica Himmelsbach und wünschen ihr unvergessliche Momente in diesem Amt.“ Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen.

Glückwunsch vom Minister

Na gut, vielleicht zum Schluss doch noch ein ministrabler Glückwunsch, der die neue Weinkönigin und ihre beiden Prinzessinnen neben vielen anderen aus Stuttgart vom baden-württembergischen Landwirtschaftsminister, Peter Hauk, erreichte. Für den sind die drei Weinhoheiten offenbar so etwas wie ein Dreamteam. Hauk: „Die neuen Weinhoheiten haben bei der Wahl bewiesen, dass sie würdige Vertreterinnen für den Weinbau in Baden sind. Sie werden mit dem badischen Wein auch die Lebensfreude und den besonderen Charme des Anbaugebiets Baden und von ganz Baden-Württemberg vertreten.“

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