Foto: Deutsches Weininstitut
Ein selten gewordener Anblick: gefrorene Trauben am Rebstock.
Ein selten gewordener Anblick: gefrorene Trauben am Rebstock.
Foto: Deutsches Weininstitut

Winter zum Vergessen: Eiswein Fehlanzeige

5. März 2020

Hiobsbotschaft für die Freunde des badischen Eisweins. Es wird keinen Eiswein des Jahrgangs 2019 geben. In den badischen Weinbauangebieten fiel die Eisweinlese komplett aus. Der Winter war ganz einfach zu warm. Für die Eisweinlese ist eine Minustemperatur von sieben Grad erforderlich.

Doch nicht nur in den badischen Weinbauangebieten floppte die Eisweinlese. Davon betroffen waren auch aller anderen zwölf deutschen Anbaugebiete. Zeitweise schien es so, als würde es keinen einzigen Liter des bei vielen begehrten Eisweins geben. Das gab es in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland nämlich bisher noch nie.

Ja und dann wurde doch noch bekannt, dass es deutschlandweit mit Jens Zimmerle wenigstens einen Winzer gibt, der wegen der besonderen klimatischen Bedingungen an seinem Weinberg bei minus 8 Grad in Korb im Remstal am 22. Januar 2020 Eisweintrauben des Jahrgangs 2019 lesen konnte.  Es waren Trauben der Sorte Riesling mit einem Mostgewicht von 155 Grad Oechsle. Sie dürften für rund 70 Liter des süßen Winterweins reichen.

So wird das Weinjahr 2019 zwar nicht als das erste Jahr in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland eingehen, in dem es überhaupt keinen Eiswein gab, aber die Experten sind sich dann doch sicher, dass die 70 Liter Minusrekord bedeuten. Übrigens: Der erste Eiswein wurde in Deutschland im Jahr 1830 mit Trauben des Jahrgangs 1829 gelesen.

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