Hitzewellen und Sonnenschein
Der meteorologische Sommer, der bereits Ende August endet, zeigte deutschlandweit ein wechselhaftes Bild. Zwei markante Hitzewellen prägten die Saison, unterbrochen von einem kühlen und sehr nassen Juli. Nach ersten Auswertungen des Deutschen Wetterdienstes summierte sich die Sonnenscheindauer in Baden-Württemberg auf rund 760 Stunden – etwa 20 Prozent mehr als im langjährigen Mittel. Im Schwarzwald lagen die sonnigsten Messstationen sogar über 800 Stunden und gehörten damit zu den sonnigsten Regionen Deutschlands.

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Regenrekorde im Schwarzwald
Während die Sonne schien, brachte der Juli besonders im Schwarzwald große Niederschläge. Lokal fielen über 500 Liter pro Quadratmeter, und den höchsten Tageswert Deutschlands meldete Todtmoos am 20. August mit 111,7 Litern Regen pro Quadratmeter – ein deutscher Rekord. Insgesamt erreichte Baden-Württemberg im Sommer ein Niederschlagsmittel von 310 Litern pro Quadratmeter, wobei der Schwarzwald einen erheblichen Anteil beisteuerte. Zum Vergleich: bundesweit fielen im Sommer etwa 227 Liter pro Quadratmeter, rund fünf Prozent weniger als im langjährigen Mittel der Referenzperiode 1961–1990. Dieser Kontrast macht die extremen Wetterbedingungen im Schwarzwald besonders deutlich.
Eine außergewöhnliche Bilanz
Mit einem Temperaturmittel von 19,0 °C lag Baden-Württemberg deutlich über dem Klimadurchschnitt von 16,2 °C. Besonders der Juni zählte zu den wärmsten seit Beginn der Messungen, die erste Hitzewelle erreichte am 2. Juli in Waghäusel-Kirrlach 38,7 °C. Die zweite Hitzewelle gipfelte am 13. August in Rheinfelden am Hochrhein bei 37 °C. So prallten im Schwarzwald Sonne und Regen besonders stark aufeinander – eine Kombination, die diesen Sommer zu einem außergewöhnlichen meteorologischen Ereignis machte.






