Der Ostermond und seine Bedeutung
Im deutschsprachigen Raum wird der Mond im Frühjahr häufig als „Ostermond“ bezeichnet – und das nicht ohne Grund. Ihm kommt nämlich eine ganz wichtige Bedeutung zu: Das Erscheinen dieses Vollmonds im Frühjahr bestimmt das Datum des Osterfestes. Die Regel gilt seit Jahrhunderten: Ostern wird immer am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond nach der Frühlings-Tagundnachtgleiche gefeiert. Diese ist kirchlich fest auf den 21. März datiert. Fällt der Vollmond – wie in diesem Jahr – auf den 2. April, liegt Ostern entsprechend kurz danach.
Ostern, Fasnet, Pfingten – Er sagt wann!
Am Ostermond hängen aber noch weitere wichtige Daten. Mit dem Aschermittwoch beginnt die 40-tägige Fastenzeit, die an Ostern endet. Und vor dem Aschermittwoch liegt nun einmal die Fasnet. Somit ist auch dieser Termin vom Ostermond abhängig. Das gilt übrigens ebenso für das Pfingstfest: Der Pfingstsonntag wird immer genau 49 Tage nach dem Ostersonntag gefeiert.
Auch das jüdische Pessachfest orientiert sich am ersten Vollmond nach Frühlingsbeginn. Damit wird deutlich, wie eng astronomische Ereignisse und religiöse Traditionen miteinander verknüpft sind.
Der Mond, der auch Eimond oder Pink Moon heißt
Doch dieser Vollmond, der 2026 am 2. April aufgeht, hat noch weitere Namen – je nach Region und Tradition. International ist er als „Pink Moon“ bekannt, also „Rosa Mond“. Ein spektakulär gefärbter Mond ist damit jedoch nicht gemeint. Der Name geht auf nordamerikanische Ureinwohner zurück, die den Jahreslauf nach Naturereignissen benannten. Zu dieser Zeit blüht dort die Pflanze Phlox subulata, eine Flammenblume mit meist rosa bis pinkfarbenen Blüten. Ihre Blütezeit zwischen März und April gab dem Vollmond seinen Namen.
Regional existieren zudem Bezeichnungen wie „Eimond“, die auf das Ei als Symbol für Fruchtbarkeit und neues Leben anspielen – ein Motiv, das sich auch im Osterbrauchtum widerspiegelt. Auch in Deutschland ist dieser Name durchaus geläufig.
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