Foto: NABU / Christoph Bosch
Feiert ein Comeback: der Uhu.
Feiert ein Comeback: der Uhu.
Foto: NABU / Christoph Bosch

Uhu: Freude über Comeback des früheren „Totenvogels“ – Lahr Uhu-Hot-Spot

10. Oktober 2025
Gern gesehen wurde die größte Eulenart Europas früher nicht. Die Rede ist vom Uhu. Wegen seiner nächtlichen Lebensweise galt der Uhu laut NABU als „Vogel der Unterwelt, als Trauer- und Totenvogel.“ Sein Erscheinen habe „Krieg, Hungersnot, Krankheit und Tod“ bedeutet. Doch mit diesen Einschätzungen ist es vorbei: Heute freut man sich auch im Schwarzwald wieder über das Comeback des Vogels.

Den Uhu kennt jeder – zumindest aus dem Kinderlied „Die Vogelhochzeit“: „Der Uhu, der Uhu, der macht die Fensterläden zu.“ In welchem Umfang er in der Vergangenheit vorkam, lässt sich laut NABU nicht mit Bestimmtheit sagen. Aber es dürfte deutlich mehr als heute gewesen sein.

Die Wende ist geschafft

Zurzeit vergrößert sich sein Bestand aber wieder. Für den NABU „eine Erfolgsgeschichte des Naturschutzes nach Jahrhunderten der Verfolgung, die vielerorts mit der Ausrottung endete.“ Zuletzt seien in Baden-Württemberg wieder knapp 400 Paare gezählt worden. Der NABU stellt denn auch fest: „Die Uhus sind zurück in Baden-Württemberg.“

Lahrer Gegend: Uhu-Hochburg

Besonders eine Gegend in der Ferienregion Schwarzwald hat es der nachtaktiven Vogelart angetan: die um Lahr. Sie hat sich in der Zwischenzeit zu einem richtigen Uhu-Hot-Spot entwickelt – was auf die Brutplätze zurückzuführen ist, die die Vögel dort vor allem in den Nischen der Steinbrüche vorfinden.

Beobachtungstipps des NABU

Es ist schwierig, Uhus zu beobachten, da sie relativ zurückgezogen und heimlich leben. An Felswänden und Steinbrüchen in bewaldeten Gegenden kann man allerdings Glück haben. Jedoch ist Vorsicht geboten: Direkt am Nistplatz verteidigen Uhus furchtlos ihre Brut.

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