Foto: Werner Walczak, Community
Ausblick von der Ruine Kirneck.
Ausblick von der Ruine Kirneck.
Foto: Werner Walczak, Community

Top-Wandertipp: Wasser, Wald und jede Menge Sehenswertes

6. November 2020

Der WaldWasserLäufer ist einer von drei Qualitätswegen des schmucken Schwarzwaldorfes Unterkirnach. Er ist richtig Klasse, führt durch märchenhaften Wald zu großartigen Punkten wie die Ruine Kirneck oder zum Wildgehege Salvest, und auf schmalen, naturbelassenen Pfaden an der Kirnach entlang zum Ausgangspunkt zurück.

Charakteristik

Wasser und Wald, dazu noch jede Menge Sehenswertes.: Das macht diese Wanderung zu einer ganz besonderen.  Bis ins 19. Jahrhundert gehörte Unterkirnach zur Stadt Villingen im Schwarzwald. Daran erinnert heute noch der Alte Kirnacher Kirchweg zwischen beiden Orten, auf dem wir auf dieser Wanderung auch unterwegs sind.

An seinem Wegrand steht die Täfeletanne. Ein „Täfele“ schildert die grausige Geschichte eines Leichenzuges der hier im strengen Winter stecken blieb. Burg, Wildgehege und natürlich auch das Wasser machen die Tour auch für Kinder zu einem ganz besonderen Erlebnis.

Streckenverlauf

Unsere Rundwanderung beginnt am Mühlenplatz in Unterkirnach. Von der Infotafel führt der Qualitätsweg über die Kirnach zum neuen Rathaus und der Tourist-Information. Dort gibt es eine stets zugängliche und gepflegte öffentliche Toilette.

Mit dem Etappenziel „Salvest (Wildgehege)“ verlassen wir den Ort und biegen am Ortsende links auf den leicht ansteigenden Pfad ab der über dem Kirnachtal zur Ruine Kirneck führt. Unterwegs gibt der Wald den Blick auf das ehemalige Kloster Maria Tann frei. Bei der heutigen Ruine Kirneck erwartet uns ein kleiner Rastplatz mit Blick ins Kirnachtal und die zu Maria Tann führende Landstraße.  

Die ehemalige Burg Kirneck war im 12. Jahrhundert Sitz der Herren von Kirneck, Ministeriale der Zähringer Herzöge. Im 19. Jahrhundert wurde sie großenteils abgebrochen und als Steinbruch genutzt. Die noch erhaltenen Reste der Schildmauer sowie die neu errichtete Pforte wurden 2010 umfassend saniert.

Zwischen Villingen und Unterkirnach

Wenige Meter zurück, gehen wir nach Norden zum Wildgehege Salvest mit seinem idyllisch gelegenen Rastplatz. Hier treffen wir auf den Fernwanderweg „Schwarzwald – Jura – Bodensee“ des Schwarzwaldvereins. Mit diesem wandern wir weiter auf dem sog. Römerweg, einem mittelalterlichen Verbindungsweg von Villingen über Stockwald nach St. Georgen. Tief eingegrabene Wagenspuren ließen früher die Vermutung aufkommen, dass er eine alte Römerstraße sei.

Beliebtes Ausflugsziel: das Wildgehege Salvest
Beliebtes Ausflugsziel: das Wildgehege Salvest

Wenig später erreichen wir das Denkmal für den verdienten Oberförster Ganter. Er initiierte zahlreiche Wanderwege und gründete den Verschönerungsverein, aus dem die Villinger Ortsgruppe des Schwarzwaldvereins hervorging.  Nicht weit von hier mündet die Kirnach in die Brigach.

Zuvor biegen wir rechts ab zum „Spanischen Stiefel“, folgen dem Lauf der Kirnach zur Landstraße. Nachdem wir die vielbefahrene Straße überquert haben, müssen wir ein asphaltiertes Wegstück über den Standort „Spanischer Stiefel“ zurücklegen.

Der langgezogene Parkstreifen kündigt die nahe Fassung der Romäusquelle an. Die eigentliche Quelle liegt oberhalb der hölzernen Drachenfigur im steilen Hang. Weither gefahrene Besucher schätzen das weiche Wasser dieser schüttungsreichen Quelle und füllen mitgebrachte Container. Hier gibt es keine Beschränkung auf 25 Liter Trinkwasser pro Person. Wartezeiten von einer Stunde sind daher keine Seltenheit.

Entlang der Kirnach wandern wir weiter auf einem idyllischen, naturnahen und fast immer feuchten Weg, der schließlich in einen Radweg mündet. Auf der rechten Seite liegt der Friedhof der Klosterbrüder von Maria Tann. Es diente von 1919 bis 1969 als Männerkloster. Dann verfiel die Anlage zunehmend bis sie von einem Investor gekauft und umgestaltet wurde.

In der frei zugänglichen Parkanlage finden seit 2016 Open-Air-Konzerte statt. Davor gehen wir nach links den Hang hinauf zum Rastplatz bei der Täfeletanne. Hier laden ein Brunnen, Tische und Bänke zum Verweilen ein. Auf der gegenüberliegenden Wegseite befindet sich beim Waldweiher eine Schutzhütte.

Nach der Rast gehen wir 700 Meter (10 Min.) weiter auf dem Alten Kirnacher Kirchweg bis zur Abzweigung „Fünfröhrenhalde“. Hier verlassen wir den breiten Weg links aufwärts und gehen auf dem vom links einmündenden geschotterten Weg noch 200 Meter bis zum Waldrand weiter. Am „Rossacker“ führt uns der Qualitätsweg am Waldrand entlang und immer geradeaus über den Rossacker, der eine schöne Aussicht auf Unterkirnach bietet.

Am Fuß des Hangs angekommen geht es auf asphaltiertem Weg rechts weiter, eine Fahrstraße querend auf die Kirche von Unterkirnach zu. Im Ortszentrum steht der Kieschtock-Brunnen der Narrenzunft. Sehenswert ist auch der Kräutergarten bei der Kirnachmühle in der Ortsmitte. Text: Walter Biselli

Infos

Ausgangspunkt: Unterkirnach/Mühlenplatz

Schwierigkeit: leicht

Länge: 10,5 km

Dauer: 3:00h 

Aufstieg: 175 hm 

Abstieg: 175 hm 

Weitere Infos unter www.unterkirnach.de

 

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