Schwarzwald aktuell
Foto: SWR
Der berühmte Hirsch im Höllental –sein legendärer Sprung machte ihn zum vielleicht bekanntesten Hirsch Deutschlands und zu einem Symbol des Schwarzwalds.
Der berühmte Hirsch im Höllental –sein legendärer Sprung machte ihn zum vielleicht bekanntesten Hirsch Deutschlands und zu einem Symbol des Schwarzwalds.
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Top-TV-Tipp: „Höllental ­ Schicksalsschlucht“

Oktober 26, 2021

Sie ist sagenumwoben, geschichtsträchtig und manch einer hat hier auch schon Leben verloren. Die Rede ist vom Höllental, der wohl berühmtesten Schlucht des Schwarzwalds.

Sie haben Lust sie näher kennenzulernen? Nun, dann müssen Sie ganz einfach am Montag, 1. November, um 16.30 Uhr das SWR-Fernsehen einschalten. Dor wird unter dem Titel „Höllental -Schicksalsschlucht“ eine 90-minütige Dokumentation wiederholt, die bei ihrer Erstausstrahlung im Januar 2019 auf hervorragende Kritiken gestoßen ist.

Das Höllental liegt südöstlich von Freiburg und bietet eines der eindrucksvollsten Naturschauspiele im Schwarzwald. Der enge Canyon zwischen der Rheinebene und den Schwarzwaldhöhen gleicht einem Nadelöhr. Wie unter einem Brennglas bündelt sich im Höllental die Geschichte der Region. Kreuzritter, Königinnen, Händler, Pilger, Heerzüge und Bauern: Alle mussten durch die gefahrvolle Schlucht, manch einer verlor dabei sein Leben.

Die bekannteste Reisende: die erst 14-jährige Marie Antoinette, Erzherzogin von Österreich. Mit ihrem Gefolge durchquert sie 1770 das Tal auf dem Weg von Wien nach Versailles zu ihrem Bräutigam Ludwig XVI. Der pompöse Tross umfasst 57 Kutschen. Das ist die bekannteste Episode.

Einst ein gefürchtetes Nadelöhr

 Bereits lange vorher führte ein schmaler Karrenpfad durch die Schlucht – ein wichtiger, aber auch gefürchteter Verkehrsweg. Mit Expertinnen und Experten wie etwa der Schriftstellerin Astrid Franz, deren historische Romane nicht nur in Freiburg Kult sind, und dem Förster des Reviers Höllental erforscht der Film Erstaunliches, Unbekanntes und Rätselhaftes der Region.

Und hoch oben thront der Hirsch

Am Anfang: die Burg Falkenstein. Das Geschlecht der Falkensteiner sichert im 12.Jh. das Tal und den Übergang zum Hochschwarzwald – damals heißt das Höllental noch „Falkensteiner Tal“. Zahlreiche Sagen – wie die über den legendären Hirschsprung – ranken sich um das Geschlecht der Falkensteiner

Keimzelle der Besiedlung des Schwarzwalds

Die Ritter errichten die mysteriöse Kapelle des heiligen Oswald von Northumbria, sie wird Keimzelle der Besiedlung des Schwarzwaldes auf den Höhen rundum. Doch die Falkensteiner geraten in Konflikt mit den Freiburgern, die die Burg zerstören. Es entsteht das „Gasthaus auf der Steig“, Vorläufer des heutigen Hofgut Sternen.

Man stelle sich vor: Wagen, schwer mit Ballen und Fässern beladen, werden im Gasthaus mit mehreren Pferden bespannt, die die Waren und Menschen über die unfassbar steile Steige zum Schwarzwald emporziehen – viele Jahrhunderte hindurch. Bis mit dem Ausbau der Bahnstrecke – eine der eindrucksvollsten Ingenieurleistungen des 19.Jh. – der Weg geöffnet wird. Rund ums Tal und in den Seitentälern entstehen Höfe, Handwerksbetriebe und Mühlen zur Versorgung dieses zentralen Verkehrsknotenpunktes.

Mit großartigen Landschaftsbildern und in der Begegnung mit interessanten und authentischen Menschen entwirft der Film ein faszinierendes Kaleidoskop der Geschichte, Biologie und des Alltags im Höllental.

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