Am Morgen meldete der Schneebericht vom Feldberg noch zehn von 15 Liften in Betrieb. Es sind die letzten Anlagen, die im gesamten Schwarzwald überhaupt noch laufen. Doch auch hier dürfte das Vergnügen nicht mehr lange anhalten – und das aktuelle Wetter lädt ohnehin kaum dazu ein. Verantwortlich für den Wetterumschwung ist die Warmfront eines Tiefs über dem Ostatlantik, die heute über Baden-Württemberg hinwegzieht. Mit einer kräftigen südwestlichen Strömung gelangt zunehmend milde Meeresluft in die Region.
Kein Neuschnee in Sicht
Von Sonntagmittag bis Montagvormittag rechnet der DWD im Schwarzwald mit Dauerregen zwischen 30 und 40 Litern pro Quadratmeter, in Staulagen sogar bis zu 50 Litern. Im Südschwarzwald kann die Schneeschmelze die Niederschlagsmengen lokal auf bis zu 60 Liter pro Quadratmeter erhöhen. Dazu kommen im Hochschwarzwald Sturm- bis schwere Sturmböen von 75 bis 90 km/h aus West bis Südwest. Die Regenfälle sollen bis Montagfrüh anhalten. Parallel ziehen auch die Temperaturen deutlich an: Im Breisgau sind am Dienstag bis zu 17 Grad möglich – für einen Dezember außergewöhnlich mild.
Und wie sieht es mit den Chancen auf weiße Weihnachten aus? Meteorologen geben sich zurückhaltend: Verlässliche Prognosen seien derzeit nicht möglich. Die besten Aussichten bestehen ab etwa 800 Metern Höhe. Sicher ist das aber längst nicht. Was dagegen so gut wie sicher ist:: In der neuen Woche wird man auf ein Winter-Comeback vergeblich warten.






