Foto: Augustinermuseum – Städtische Museen Freiburg, Hans-Peter Vieser und Axel Killian
Die Bilder von Franz Xaver Gräßel zeigen Kinder mit Gänsen, 1887 (links) und Gutacherin auf der Wiese, circa 1900 (rechts)
Die Bilder von Franz Xaver Gräßel zeigen Kinder mit Gänsen, 1887 (links) und Gutacherin auf der Wiese, circa 1900 (rechts)
Foto: Augustinermuseum – Städtische Museen Freiburg, Hans-Peter Vieser und Axel Killian

Schwarzwaldgeschichten, Black Forest Stories

15. April 2019

Dunkle Wälder, urige Höfe, Bollenhut und Kirschtorte: Kaum eine deutsche Kulturlandschaft ist mit so vielen Klischees behaftet wie der Schwarzwald.

Bis heute ist er Sehnsuchtsort und beliebtes Urlaubsziel. Aber wie entstand dieser Mythos? Was ist dran an den Geschichten und Märchen, die sich um die Region ranken? Das Augustinermuseum in Freiburg lässt in der Ausstellung „Schwarzwaldgeschichten, Black Forest Stories“ ab dem 19. April bis 6. Oktober Bilder erzählen.

Im 19. und frühen 20. Jahrhundert sind Künstler wie Emil Lugo, Hans Thoma, Wilhelm Hasemann und Curt Liebich fasziniert von der Landschaft, den Menschen und ihren Traditionen. Sie bringen saftig grüne Sommerwiesen und tief verschneite Tannenwälder auf ihre Leinwände, fangen die Stimmung stürmischer Herbstabende und sonniger Frühlingsmorgen mit dem Pinsel ein.

Und dann natürlich diese Schwarzwälder: Ob Hirtenbub mit Kühen oder Mädchen mit Gänsen, ein Brautzug zur Kirche oder ein junger Mann bei der Kartenlegerin, die Arbeit in der Uhrmacherwerkstatt oder Kaffeeklatsch in der guten Stube – Genreszenen lassen uns teilhaben am Leben vergangener Zeiten. Glaube und Aberglaube, Landwirtschaft und innovative Handwerkskunst, Abgeschiedenheit und Aufbruch zum Welthandel: Es entsteht ein vielschichtiges Bild, das weit über die Klischees hinausgeht.

Und heute? Welchen Anteil haben die sozialen Medien an der modernen Fortschreibung des Mythos Schwarzwald?  Eine Instagram Wall schlägt die Brücke vom analogen Kulturerbe in die digitale Gegenwart. Unter dem Hashtag #blackforeststories können Besucher ihre eigenen Schwarzwald-Fotos posten und sie damit zum Teil der Ausstellung werden lassen.

Weitere Infos unter www.freiburg.de

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