Alle Veranstaltung für 2026 abgesagt
Wie das Landratsamt Karlsruhe mitteilt, wurden am Mauerwerk Schäden festgestellt. Wegen der dadurch bestehenden Gefahr habe man einen Bauzaun errichtet – der Zutritt ist ab sofort nicht mehr möglich. Alle bereits geplanten Veranstaltungen im Jahr 2026 werden abgesagt.
Über das Jahr verteilt werden regelmäßig kleinere Sanierungs- und Erhaltungsarbeiten vorgenommen. Weil die Schäden zuletzt jedoch immer stärker wurden, ließ das Landratsamt ein Gutachten erstellen, dessen Ergebnis nun zu dieser Entscheidung geführt hat.
Gesamtes Ausmaß der Schäden noch unklar
Um das gesamte Ausmaß zu klären, laufen weitere bauliche Untersuchungen. Die Stiftungsverwaltung hat bereits Förderanträge gestellt, um das Denkmal langfristig zu sichern. Wann Zugang und Nutzung der Klosterruine wieder möglich sind, ist laut Landratsamt derzeit völlig ungewiss.
Für den Erhalt der historischen Anlage hat der Verwaltungsrat der Stiftung Frauenalb, der sich seit Jahren mit großem Engagement für die Ruine einsetzt, eine Spendenaktion unter dem Titel „Baudenkmal in Not“ gestartet.

Geschichte und Bedeutung des Klosters
Die Klosterruine Frauenalb, einst ein Freiadelsstift für adelige Frauen, wurde um 1180 gegründet und entwickelte sich über Jahrhunderte zu einem wichtigen geistlichen und wirtschaftlichen Zentrum im Albtal. Nach Bränden, Kriegswirren und der Aufhebung im Zuge der Säkularisierung verfiel die Anlage und wurde 1853 zur Ruine.
Seit den 1930er‑Jahren wird sie schrittweise saniert und gesichert. Bis zuletzt war Frauenalb auch ein bedeutender Ort für Konzerte und kulturelle Veranstaltungen – ein lebendiges Zentrum regionaler Kulturpflege. Heute gilt die Ruine als Wahrzeichen des Albtals. Bleibt zu hoffen, dass dieses herausragende Kulturdenkmal bald wieder geöffnet werden kann.






