Sogar weltweit einzigartig
Unter den 41 verschiedenen Regenwurmarten, die in Deutschland vorkommen, ist der Wurm mit dem lateinischen Namen „Lumbricus badensis“ eine echte Ausnahmeerscheinung – sozusagen der große Star in Deutschlands Regenwurmszene. Er kommt weltweit nur in Deutschland vor und hier wiederum ausschließlich in den Fichtenwäldern des Hochschwarzwalds, in der Region Feldberg, Belchen und Wiesental oberhalb von etwa 1000 Metern. Bis zu 60 Zentimeter kann der Gute groß werden und – man glaubt es kaum – bis zu 20 Jahre alt werden. Er ist so etwas wie der Methusalem unter den Regenwürmern.
Der Methusalem unter den Regenwürmern
Unser „Lumbricus badensis“ wiegt 25 bis 35 Gramm und lebt in bis zu zweieinhalb Meter tiefen Wohnröhren. Von der Oberfläche zieht er sich zum Fressen organisches Material in die Röhre und trägt so zur Humusbildung und Durchmischung des Bodens bei – eine Eigenschaft, die alle Regenwürmer auszeichnet.
Würmer – unsere Ökosystemingenieure
Regenwürmer spielen eine zentrale Rolle bei der Zersetzung abgestorbener Pflanzenreste. Sie durchwühlen den Boden, schaffen Gangsysteme und verbessern so die Durchlüftung und Wasseraufnahme. Ihre Ausscheidungen sind reich an Nährstoffen wie Stickstoff und Phosphor, die Pflanzen und Mikroorganismen zugutekommen. Aufgrund dieses Einflusses werden sie auch als „Ökosystemingenieure“ bezeichnet. Ohne Regenwürmer würden unsere Wälder völlig anders aussehen – wir würden beispielsweise im Laub versinken.

Ein Riesenspaß für Kinder und lehrreich dazu: der Riesenregenwurm-Erlebnispfad. Bild: Schwarzwaldregion Belchen
Für Kinder: der Riesenwurm-Erlebnispfad
Klar, dass man im Schwarzwald mächtig stolz auf den Badischen Riesenregenwurm ist und ihn entsprechend würdigt. Am Belchen wurde ein Riesenregenwurm-Erlebnispfad eingerichtet. Dabei handelt es sich um einen zweieinhalb Kilometer langen Kinderwanderweg, auf dem Eltern und Kinder an zwölf spielerischen, spannenden Erlebnisstationen alles über unseren Regenwurm-Star erfahren.
Der Weg verläuft zwischen der Hohtann und der Talstation der Belchen-Seilbahn. Der Einstieg zum Pfad befindet sich bei der Hohtann, die auch von der Buslinie 7306 angefahren wird





