So entsteht der Blutmond
Eine Mondfinsternis passiert, wenn die Erde zwischen Sonne und Mond steht und ihr Schatten die Mondoberfläche bedeckt. Bei einer totalen Finsternis taucht der Mond vollständig in den Kernschatten ein. Ganz dunkel verschwindet er jedoch nicht, sondern leuchtet in einem rötlich-orangen Schimmer. Grund dafür ist, dass das Sonnenlicht in der Erdatmosphäre gebrochen wird: Kurzwelliges blaues Licht wird gestreut, während die langwelligen roten Strahlen bis in den Schattenkegel gelangen – ähnlich wie beim Sonnenuntergang. Dieses Licht lässt den Mond mystisch rot erscheinen.
Die Phasen der Finsternis in Freiburg
In Freiburg geht der Mond bereits während der totalen Finsternis auf – freie Sicht zum Ostsüdosthorizont ist entscheidend:
- Mondaufgang: 19:54 Uhr (Azimut 99°, Höhe −0,2°) – der Mond erscheint schon im Kernschatten, anfangs schwer erkennbar.
- Beginn der sichtbaren Totalität: ab 19:54 Uhr – der Blutmond steht knapp über dem Horizont.
- Maximale Verdunkelung: 20:11 Uhr (Azimut 102°, Höhe 2,2°) – der Mond leuchtet tiefrot.
- Ende der Totalität: 20:52 Uhr (Azimut 109°, Höhe 8,6°) – die ersten Sonnenstrahlen erreichen wieder den Mondrand.
- Ende der partiellen Phase: 21:56 Uhr (Azimut 122°, Höhe 18,1°).
- Ende der Halbschattenfinsternis: 22:55 Uhr – das Schauspiel ist vorbei.
Hinweis: Die Zeiten können je nach Standort leicht abweichen. Wer Details für andere Orte sucht, findet verlässliche Angaben bei TimeandDate.de oder in Astronomie-Apps mit Standortfunktion.
Beste Beobachtungsplätze im Schwarzwald
- Freier Blick Richtung Ostsüdost ist vor allem beim Mondaufgang entscheidend.
- Hochlagen wie Feldberg, Belchen oder Schauinsland bieten dunklen Himmel, klare Sicht und wenig Lichtverschmutzung.
- Auch die Hornisgrinde und andere Höhenlagen im Nordschwarzwald versprechen beeindruckende Eindrücke.
- Aussichtstürme sind ideal für Rundumblicke – Taschenlampe für den Auf- und Abstieg nicht vergessen.
Tipps für Beobachter
- Ein Fernglas macht das Erlebnis noch spektakulärer. Aber auch mit bloßem Auge wirkt der Blutmond beeindruckend.
- Wer keinen Berg vor der Haustür hat, kann das Schauspiel natürlich auch vom Balkon, Garten oder nächstgelegenen Feldweg verfolgen – wichtig ist nur ein freier Blick Richtung Ostsüdost.
- In Orten mit starker Straßenbeleuchtung lohnt es sich, ein paar Minuten zu einem dunkleren Platz am Ortsrand zu gehen. Schon kleine Unterschiede in der Lichtverschmutzung steigern die Sichtbarkeit enorm.
- Warme Kleidung, eine Decke oder ein Klappstuhl machen das Beobachten bequemer – schließlich dauert die Finsternis mehrere Stunden.
Ein seltenes Schauspiel
Unser Tipp: nicht verpassen! Himmelsschauspiele dieser Art sind nämlich höchst selten. Die nächste Blutmond-Nacht gibt es erst wieder im Jahr 2028!






