Karlsruher Wahrzeichen erhält ein neues Gesicht
Zunächst steht ab März 2026 der Rückbau der bestehenden Bahninfrastruktur auf dem Programm. Voraussichtlich ab Herbst beginnen die Verkehrsbetriebe Karlsruhe mit den eigentlichen Arbeiten zur Neugestaltung der traditionsreichen Bahn. Für die Neubauarbeiten sind rund 15 bis 18 Monate veranschlagt. Wenn alles planmäßig verläuft, kann die Bahn Ende 2027 wieder Fahrgäste befördern.
Berg- und Talstation werden neu gebaut
Der Umbau hat es in sich, ist umfangreich: Die Bahn wird künftig bis zur Bundesstraße B3 verlängert. Dort entsteht eine neue Talstation mit optimaler Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr.Auch an der Bergstation wird gebaut: Sie wird komplett neu errichtet und erhält ein modernes Design. Technisch wird die Bahn künftig vollautomatisch, barrierearm und klimafreundlich unterwegs sein.
Im Zuge der Neugestaltung entsteht zudem eine Bahnüberführung über einen Geh- und Radweg zur sicheren Querung der Kreuzung Bergbahnstraße/Turmbergstraße/Posseltstraße/Kastellstraße.

Im Zuge der Neugestaltung wird die Turmbergbahn in Durlach bis zur Bundesstraße B3 verlängert und dort eine neue Talstation errichtet. Fahrgäste können dort dann komfortabel und barrierefrei von der Bus- und Bahnhaltestelle in die Standseilbahn umsteigen.
Investition trotz angespannter Finanzlage
Die Entscheidung zum Ausbau war in Karlsruhe nicht unumstritten. Hintergrund ist die angespannte Finanzsituation der Stadt. Insgesamt kostet die neue Turmbergbahn rund 32 Millionen Euro.
Das Land Baden-Württemberg beteiligt sich jedoch mit einem Zuschuss von 17,49 Millionen Euro. Zusätzlich werden vom Land 1,755 Millionen Euro für die Anschaffung von zwei neuen Fahrzeugen mit jeweils 70 Plätzen inklusive Niveauregulierung für komfortables und barrierefreies Ein- und Aussteigen bereitgestellt. Nach diesen Förderzusagen stimmte der Gemeinderat mit großer Mehrheit für das Projekt. Neben dem Streckenneubau sind auch der Rückbau der alten Trasse, der Bau neuer Stationen sowie die Überführung über den Geh- und Radweg vorgesehen.
Mit dem ÖPNV-Ticket auf den Turmberg
Nach Abschluss der Arbeiten wird die Turmbergbahn in den Tarif des KVV integriert. Heißt: Mit dem regulären ÖPNV-Ticket geht’s künftig bequem ohne Zuzahlung auf den Turmberg fahren






