Foto: Von Leopress - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=82137161
Die Burgruine Hohengeroldseck ist ein beliebtes Ausflugsziel.
Die Burgruine Hohengeroldseck ist ein beliebtes Ausflugsziel.
Foto: Von Leopress – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=82137161

Hohengeroldseck: Ja so war’ns die alten Rittersleut‘

7. November 2020

Diese Burgruine gehört zu den schönsten und am besten erhaltenen Anlagen im rechtsrheinischen Gebiet und ist eines der beliebtesten Touristenziele des „Geroldsecker Landes“. Na klar, Sie wissen sicher längst, von was hier die Rede ist: von der mächtigen, auf einem isolierten Porphyrstotzen, dem Seelbacher Schönberg, thronenden Burgruine Hohengeroldseck.

Sie ist das Wahrzeichen, der Mittelpunkt des „Geroldsecker Landes“, das sich von Ettenheim im Süden und Offenburg im Norden, vom Kinzigtal im Osten bis hin zum Rhein im Westen erstreckt. Von hier oben genießen Sie atemberaubende Ausblicke weit hinaus ins Land. Da kann man dann auch ganz schnell nachvollziehen, warum sich die Erbauer der Burg einst ausgerechnet dieses Plätzchen ausgeguckt haben.

Namensgeber sind die Herren von Geroldseck, die hier vom 11. bis zum 17. Jahrhundert ihren Sitz hatten und deren Herrschaftsgebiet ursprünglich bis zum Elsass im Westen sowie in das Schwäbische im Osten reicht.

Die mächtige Burg wurde Mitte des 13. Jahrhunderts errichtet. Sie bildete zwischen der Landesteilung 1277 und dem Ende der Geroldsecker Herrschaft 1634 den Mittelpunkt der „Oberen Herrschaft“ Hohengeroldseck. Die Burganlage wurde 1689 durch französische Truppen weitgehend zerstört. Geblieben ist eine allerdings wirklich eindrucksvolle Ruine.

Top-Ausflugsziel im Schwarzwald

Die Burg, von der die ca. 10 Meter hohen Außenmauern (Unterburg) sowie das Hauptgebäude (Oberburg) erhalten sind, stellt den Typus der turmlosen Turmhausbau  dar und bildet vor allem vom Kinzigtal her einen markanten Blickfang.

Die Burg hatte ohne die Vorwerke eine Ausdehnung von 95 auf 50 Metern. Die Ringmauer hatte einen Wehrgang mit Schießscharten und war 2,10 Meter stark. Die beiden Hauptgebäude waren etwa 50 Meter lang und maximal 20 Meter breit. Sie waren durch einen Hof getrennt. Die Fassade des Ritterhauses, eines viergeschossigen Palas ist noch weitgehend erhalten. Im zweiten Obergeschoss befand sich ein 80 Quadratmeter großer Rittersaal.  Besonders herausragend sind der in Resten erhaltene zinnenbekrönte Treppengiebel des östlichen Wohnhauses und die Lanzettfenster mit Doppel-Säulchen im ehemaligen Rittersaal.

Von Leopress - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=82137165
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Dass sich die Burgruine heute in einem so guten Zustand präsentiert ist zuvorderst dem großartigen, vielfältigem Engagement des 1958 gegründeten „Vereins zur Erhaltung der Burgruine Geroldseck e.V.“ zu verdanken. Ein Highlight: das große Burgfest, das immer am ersten Septemberwochenende stattfindet

Ein Muss: der abenteuerliche Burgpfad

Eine Ritterburg und ihre früheren Bewohner regen die Phantasie der Menschen, insbesondere aller Kinder an. Doch wie war das Leben auf einer Burg wirklich? Der Geroldsecker Burgpfad gibt auf diese Fragen viele Antworten.

Der über 2 km lange, abenteuerliche Geroldsecker Burgpfad führt vom Parkplatz auf der Passhöhe am Schönberg zur weithin sichtbaren Burgruine Hohengeroldseck. An insgesamt 9 Stationen am Wegrand wird jeweils mit einer zweisprachigen Informationstafel sowie einer mächtigen Figur aus Kettensägekunst ein Thema des Burglebens beleuchtet.

Weitere Infos unter www.burgruine-hohengeroldseck.de

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