DIE ZEITTAFEL
1872
Die Württembergische Schwarzwaldbahn Stuttgart – Leonberg – Weil der Stadt – Calw wird eröffnet. Munter dampft die Bahn von nun an durch die Region, bringt die Menschen in die Großstadt Stuttgart oder in den schönen Schwarzwald.
1953
Auf dem Abschnitt Weil der Stadt – Calw werden dieselgetriebene Schienenbusse eingesetzt
27. Mai 1983
Der letzte Personenzug fährt auf dem Abschnitt Weil der Stadt – Calw. Traurig verabschieden sich Bahnfahrer von ihrem „Bähnle“ Die Bahn lohnt sich nicht mehr.
1988
Der letzte Güterzug fährt auf dem Abschnitt Weil der Stadt – Calw. Die Deutsche Bundesbahn stellt den Betrieb ein. Jetzt geht gar nichts mehr.
Vom Kauf der stillgelegten Trasse bis zur Wiederinbetriebnahme
1994
Kauf der 1989 gänzlich stillgelegten Bahnstrecke Weil der Stadt – Calw durch den Landkreis Calw.2001 Untersuchung verschiedenster Reaktivierungsvarianten, darunter auch der Neubau einer Trasse von Calw über das Stammheimer Feld, Machbarkeitsstudien und Nutzen-Kosten-Untersuchungen, die noch nicht zu einem Durchbruch führen.
2001
Untersuchung verschiedenster Reaktivierungsvarianten, darunter auch der Neubau einer Trasse von Calw über das Stammheimer Feld, Machbarkeitsstudien und Nutzen-Kosten-Untersuchungen, die noch nicht zu einem Durchbruch führen.

2008
Lohnt sich die Bahn? Nutzen und Kosten einer Verlängerung der S-Bahn nach Calw werden untersucht und die erste standardisierte Bewertung der Strecke Calw – Weil der Stadt wird durchgeführt.
2013/2014
Ein neues Konzept wird ausgearbeitet, das die Wiederinbetriebnahme der Schwarzwaldbahn im Pendelbetrieb zwischen Calw und Weil der Stadt bzw. Renningen vorsieht.
Vom Startschuss bis zur Eröffnung
2015
Untersuchung verschiedenster Reaktivierungsvarianten, darunter auch der Neubau einer Trasse von Calw über das Stammheimer Feld, Machbarkeitsstudien und Nutzen-Kosten-Untersuchungen, die noch nicht zu einem Durchbruch führen. Das Ergebnis der finalen standardisierten Bewertung fällt positiv aus. Der Nutzen-Kosten-Indikator bei Dieselbetrieb liegt bei 1,21 – das Projekt ist also wirtschaftlich und die Förderwürdigkeit somit bestätigt!
Juni 2015
Das Landesverkehrsministerium, die Region Stuttgart, die Landkreise Böblingen und Calw sowie alle fünf Anrainerkommunen einigen sich auf die Realisierung des Bahnprojekts in Stufen (sogenanntes Stufenkonzept). 2024 Der Steg, der es den Fahrgästen ermöglicht, den HHB-Haltepunkt Calw vom Treppen- und Aufzugsturm am ZOB zu er reichen, wird ein gehoben Erste Stufe ist der Pendelverkehr Calw – Weil der Stadt/Renningen- Als zweite Stufe wird eine durchgehende Verbindung von Calw bis Stuttgart angestrebt,
2019
Einigung: Am 3. Juni 2019 unterzeichnen der Zweckverband Hermann-Hesse-Bahn und der Naturschutzbund Baden-Württemberg einen Vertrag, der den Fledermausschutz und den Zugverkehr zusammen bringt, der NABU zieht seine Klage zurück. Die Einigung sieht ein umfassendes Paket aus Ertüchtigung der beiden Bestands tunnel für den Fledermausschutz und aus umfassenden Ausgleichsmaßnahmen für die Eingriffe in die Habitate vor.
2025
Seit 30. April 2025 bzw. seit 29. August 2025 liegen die letzten Planfeststellungsbeschlüsse ( Baugenehmigungen) vor. Die wesentlichen Bauarbeiten an der Hermann-Hesse-Bahn werden Ende Dezember 2025 abgeschlossen.
31.01.2026
Der große Tag ist da! Feierliche Eröffnung der Hermann-Hesse-Bahn an der Bahnstrecke und mit großem Bahnhofsfest in Calw.
Was die neue Hermann-Hesse-Bahn bringt
Mit der Wiederinbetriebnahme der früheren württembergischen Schwarzwaldbahn erhält Calw und der Norschwarzwald wieder den Anschluss an die Region Stuttgart, den man so sehr vermisst hatte. Der Umstieg erfolgt künftig sowohl in Weil der Stadt als auch in Renningen, wo die S‑Bahn‑Linien S6 und S60 Richtung Stuttgart verkehren.

Die Fahrzeit von Calw bis Stuttgart liegt – je nach Anschluss – zwischen 50 Minuten und rund einer Stunde. Ab dem 1. Februar gilt zudem der VVS‑Tarif auf der gesamten Strecke, deren Neubau rund 240 Millionen Euro gekostet hat. Damit wurde sie wesentlich teurer als ursprünglich geplant. Einer der Kostentreiber: die Tunnelanlagen, die man zum Schutz der Fledermäuse errichten musste. Kostenpunkt: runde 80 Millionen.
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