Foto: Hochschwarzwald Tourismus GmbH
Im Vordergrund der kleinere Seeteil mit den Seerosen. Dahinter der fürs Baden freigegebene Bereich. Wenn man dann wieder baden darf,
Im Vordergrund der kleinere Seeteil mit den Seerosen. Dahinter der fürs Baden freigegebene Bereich. Wenn man dann wieder baden darf,
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Good News der Woche: Schlüchtsee wird 2026 wieder zum Badesee

21. Dezember 2025
Das sind mal echte gute Nachrichten fürr Badefans und Naturfreunde: Der Schlüchtsee bei Grafenhausen könnte schon in der kommenden Badesaison wieder freigegeben werden. Möglich macht das eine kurzfristige Förderzusage des Regierungspräsidiums Freiburg. Rund 1,3 Millionen Euro fließen in die Sanierung des Schlüchtseedamms, gemeinsam mit dem Eigenanteil der Gemeinde ist die Finanzierung der insgesamt 2,3 Millionen Euro teuren Maßnahme damit gesichert.

Dammbruchgefahr sorgte letzten Sommer für Sperrung

Der beliebte, naturnahe Badesee im Kreis Waldshut war im vergangenen Sommer gesperrt worden. Geotechnische und hydraulische Untersuchungen hatten ergeben, dass der Damm weder statisch noch hydraulisch ausreichend standsicher ist – der Bestand des Sees war damit akut gefährdet. Ursprünglich war die Sanierung erst für 2026 geplant, doch die Gefahr eines möglichen Dammbruchs machte schnelles Handeln notwendig.

Der beliebte, naturnahe Badesee im Kreis Waldshut war im vergangenen Sommer gesperrt worden. Geotechnische und hydraulische Untersuchungen hatten ergeben, dass der Damm weder statisch noch hydraulisch ausreichend standsicher ist – der Bestand des Sees war damit akut gefährdet.

„Es freut mich sehr, dass wir die Förderung für die Dammsanierung so schnell und kurzfristig auf den Weg bringen konnten“, betont Regierungspräsident Carsten Gabbert. Für die Region ist das ein wichtiges Signal – nicht nur mit Blick auf den Badebetrieb.

„Schlüchtsee  weit mehr als ein Ausflugsziel“

„Es freut mich sehr, dass wir die Förderung für die Dammsanierung so schnell und kurzfristig auf den Weg bringen konnten“, betont Regierungspräsident Carsten Gabbert. Für die Region sei das ein wichtiges Signal – nicht nur mit Blick auf den Badebetrieb. Auch aus naturschutzfachlicher Sicht spiele er eine zentrale Rolle. Das angrenzende Niedermoor habe bereits unter dem schwankenden Wasserspiegel gelitten. Da der Erhalt des Moores direkt vom See abhänge sei die geplante Sanierung gleichermaßen für den Naturschutz wie für die Erholungsfunktion von großer Bedeutung.

Einst ein Eisweiher für Rothaus-Brauerei

Entstanden ist der Schlüchtsee übrigens nicht zufällig: Seine Ursprünge reichen bis ins Jahr 1791 zurück. Damals ließ das Kloster St. Blasien die Schlücht aufstauen, um einen Eisweiher für die nahe gelegene Brauerei in Rothaus zu schaffen. Bis heute fließt der Fluss durch den künstlich angelegten See.

Auf rund 900 Metern Höhe, eingebettet in ein Naturschutzgebiet zwischen Grafenhausen und Rothaus, misst der See etwa sechs Hektar und ist bis zu fünf Meter tief. Im 20. Jahrhundert wurde er dann als Badesee entdeckt – und ist bis heute ein fester Sommerklassiker im Hochschwarzwald.

Mit Liegewiese, flachem Strandbereich für Familien, Kiosk mit Sonnenterrasse sowie Umkleiden und sanitären Anlagen bietet der Schlüchtsee beste Voraussetzungen für entspannte Stunden am Wasser. Umso größer ist nun die Freude, dass nach der Sanierung bald wieder unbeschwert gebadet werden darf.

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