Foto: gemeinfrei, Wikipedia
In St. Georgen, einem Ort mit seinem einst brühmten Kloster, findet am 1. März der „Aktionstag Geschichte“ statt. Dieses Bild zeigt die ehemalige Klosterschreiberei. Wie sich die Zeiten ändern.
In St. Georgen, einem Ort mit seinem einst brühmten Kloster, findet am 1. März der „Aktionstag Geschichte“ statt. Dieses Bild zeigt die ehemalige Klosterschreiberei. Wie sich die Zeiten ändern.
Foto: gemeinfrei, Wikipedia

Geschichte erleben: St. Georgen lädt am 1. März zu großem Aktionstag

25. Februar 2026
Ein ganzer Tag für die Regionalgeschichte: Am Sonntag, 1. März, lädt die Stadthalle von St. Georgen im Schwarzwald zum neunten „Aktionstag Geschichte in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg“ ein. Nach dem Prinzip alle zwei Jahre wechselnder Gastgeber ist diesmal der Schwarzwald-Baar-Kreis an der Reihe. Der Aktionstag richtet sich an alle, die sich für die Kultur und Geschichte ihrer Heimat interessieren.

Ziel ist es, historische Ereignisse und Entwicklungen erlebbar zu machen und Interessierte aller Altersgruppen miteinander ins Gespräch zu bringen. „Geschichte muss immer wieder neu betrachtet und erzählt werden. Nur so bleibt sie relevant“, betont der Kreisarchivar des Schwarzwald-Baar-Kreises, Clemens Joos.

Vorträge im Fokus

Im Mittelpunkt stehen die Vorträge unter dem Motto „Aufbegehren, Widerstand, Protest in der Geschichte“. Sie spannen einen Bogen vom Bauernkrieg vor 500 Jahren bis zu kommunalen Protestbewegungen der 1970er-Jahre. Weitere Kurzvorträge beleuchten lokale Ereignisse wie die „Ersatzgeld-Proteste“ in Furtwangen 1976/77, den großen Streik in de Schwarzwälder Uhrenindustrie 1907, den bauerkrieg oder neue Erkenntnisse zur St. Georgener Tracht, um nur einmal einige der insgesamt zehn Kurzvorträge zu nennen.

Geschichtsmesse als Ergänzung

Ergänzend zur Vortragsreihe gibt es eine Geschichtsmesse, bei der regionale Vereine und Initiativen ihre Projekte vorstellen. Mit dabei sind unter anderem die Projektgruppe „Das Dritte Reich und wir“, der Verein für Heimatgeschichte St. Georgen und die landeskundliche Plattform LEO-BW. Besucherinnen erhalten Einblicke in Publikationen, historische Dokumente und können direkt mit den Ausstellern ins Gespräch kommen.

Eröffnung und Programminfos

Eröffnet wird der Aktionstag um 10 Uhr mit Grußworten von Bürgermeister Michael Rieger, Landrat Sven Hinterseh und Kreisarchivar Clemens Joos. Der Eintritt ist frei, für Verpflegung ist gesorgt. Prof. Dr. Ulrich Eith von der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg eröffnet die Vortragsreihe mit einem Vortrag über „Protest in der pluralistischen liberalen Gesellschaft“ und setzt regionale Geschichten in einen größeren gesellschaftlichen Kontext.

Weitere Informationen: https://t1p.de/wx07b

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