Foto: Copyright, IREMIS
Nach einer umfassenden Sanierung soll aus dem derzeitigen Hotel Novotel in Freiburg das Hotel Scandic werden.
Nach einer umfassenden Sanierung soll aus dem derzeitigen Hotel Novotel in Freiburg das Hotel Scandic werden.
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Freiburger Hotel-Deal: Novotel für 28 Millionen verkauft – Scandic kommt

28. September 2026
Das ist dann doch ein echter Paukenschlag in der Freiburger Hotelszene. Deka-Immobilien hat mit dem Novotel eines der Aushängeschilder der Freiburger Hotellerie für rund 28 Millionen Euro an den luxemburgischen Investmentmanager IREMIS verkauft. Das markante, im Jahr 1994 am Konrad-Adenauer-Platz errichtete Gebäude bleibt Freiburg als Hotelstandort indes erhalten und soll nach einer umfassenden Generalsanierung im Herbst 2027 als Scandic-Hotel feierlich wiedereröffnet werden.
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Strategischer Ausstieg zum Marktwert

Hinter dem Deal steht eine kalkulierte Portfoliostrukturierung des Verkäufers. Da der Pachtvertrag mit dem bisherigen Hotelbetreiber planmäßig zum 31. Dezember 2026 ausläuft, nutzt die Deka Immobilien den optimalen Zeitpunkt für den strategischen Ausstieg. Der Kaufpreis entspricht mit den 28 Millionen dem Vernehmen nach exakt dem unabhängig ermittelten Sachverständigenwert des Objekts, das sich fast 18 Jahre im Portfolio des offenen Immobilienfonds WestInvest InterSelect befand.

Durch den Verkauf verringert die Fondsgesellschaft das wirtschaftliche Risiko eines temporären Leerstands sowie anstehende, millionenschwere Investitionen in eine bauliche Revitalisierung. Die frei werdenden Mittel sollen nach Angaben des Fonds künftig in moderne Core-Objekte fließen, die bereits höchsten energetischen ESG-Nachhaltigkeitsstandards entsprechen.

IREMIS: Hotel in Freiburg passt hervorragend zu uns

Für den Käufer IREMIS bietet die zentrumsnahe Immobilie mit ihren 219 Zimmern und einer großzügigen Mietfläche von 11.103 Quadratmetern ein enormes Entwicklungspotenzial. Der Investmentmanager begründet das Engagement vor allem mit der wirtschaftlichen Stabilität des Standorts. Wie Peter Lenhardt, Leiter des Bereichs Hotel & Leisure bei IREMIS, in einer Pressemitteilung erklärt, passe Freiburg hervorragend zur eigenen Anlagestrategie.

Die Stellung als führende Universitätsstadt, die starke Wirtschaft und der attraktive Tourismusmarkt sorgten für eine ganzjährig breit gefächerte Nachfrage. Zudem gäbe es in Freiburg nur extrem begrenzte Möglichkeiten für Hotel-Neuentwicklungen in solchen Top-Lagen, weshalb diese etablierte Bestandsimmobilie direkt am Konzerthaus die perfekte Gelegenheit biete, durch eine nachhaltige Modernisierung erhebliches Wertsteigerungspotenzial zu heben.

Energetischer Kraftakt ab Januar

Unmittelbar nach der Beurkundung wurde ein langfristiger Mietvertrag mit der skandinavischen Kette Scandic Hotels geschlossen, die damit ihr europäisches Netzwerk von rund 320 Häusern strategisch ausbaut. Bevor das Haus unter neuer Flagge öffnet, steht ab Januar 2027 ein echter Kraftakt an. IREMIS kündigte eine umfassende Modernisierung an, um die Immobilie energetisch auf den neuesten Stand zu bringen, ökologisch nachhaltiger aufzustellen und zukunftssicher am Markt neu zu positionieren.

Ungewisse Zukunft für die Belegschaft

Allerdings: Es gibt offenbar bei dem Deal nicht nur Gewinner. Von dem Verkauf wurde nämlich nicht nur die Öffentlichkeit, sondern auch die Belegschaft überrascht. Die Folge: Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat sich nach Bekanntwerden des Deals kritisch zu Wort gemeldet, da sich die Beschäftigten bezüglich ihrer Zukunft unzureichend informiert fühlten, und fordert einen Sozialplan.

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