Schwarzwald aktuell
Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Achim Mende
Es gibt nicht wenige, die sagen, dass man von der Festungsruine Hohentwiel die schönste Aussicht Baden-Württembergs genießt.
Es gibt nicht wenige, die sagen, dass man von der Festungsruine Hohentwiel die schönste Aussicht Baden-Württembergs genießt.
Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Achim Mende

Der Hohentwiel: Was für ein Bauwerk, was für eine Aussicht!

Juli 4, 2021

Sie liegt im Hegau, gar nicht weit weg vom Schwarzwald weg und steht als Ausflugsziel bei den Schwarzwäldern und denen, die hier Urlaub machen ganz, ganz hoch im Kurs: Die Rede ist von der Festungsruine Hohentwiel. Was für ein grandioses Bauwerk!

Mit ihren neun Hektar ist die Festungsruine Hohentwiel eine der größten Burganlagen in Deutschland. Noch heute zeugen die Gebäude und Reste der Verteidigungsanlagen von ihrer einstigen Bedeutung und bewegten Geschichte. Beim Aufstieg bietet sie einen atemberaubenden Anblick. Die Belohnung wartet oben: eine einmalige Aussicht bis hin zum Bodensee und den Gipfeln der Alpen. Kein Wunder, dass Jahr für Jahr Zigtausende die Anlage besuchen

Ein Ort mit bewegter Geschichte

Die Festungsruine war Residenz der Herzöge von Schwaben, einfache Ritterburg, württembergische Landesfestung und Staatsgefängnis. Heute bieten die Ruinen dem Besucher spannende Entdeckungsmöglichkeiten durch die Jahrhunderte. Beeindruckend sind besonders die Schanzen und Bastionen des 18. Jahrhunderts, die an vielen Stellen im Gelände zu sehen sind.

In gut geschützter Lage

Schon allein die Lage verlieh der Festung einen strategischen Vorteil: Sie sitzt auf dem 686 m hohen Hohentwiel und ist dadurch von steil abfallenden Felsen geschützt. Darüber hinaus war das neun Hektar große Gelände durch gewaltige Festungsbauwerke gesichert.  Die Festungsanlage bestand aus einer Vorburg am Westhang und der oberen Festung  mit dem herzoglichem Schloss und der Kaserne auf dem Gipfel des Hohentwiel. Sie hielt so mancher Belagerung erfolgreich stand – berühmt ist die Belagerung im Jahr 1643 während des Dreißigjährigen Krieges.

Eine Welt für sich

Zur Festung gehörte auch das Umland mit seinen Höfen. Sie trugen zur Unabhängigkeit der Burganlage bei, was eine Frage des Überlebens war. Denn ob Herrschaft, herzogliche Besucher oder die Soldaten und ihre Familien – alle mussten mit Holz, Getreide, Heu und Wein versorgt werden. Neben der eigentlichen Festung hoch oben auf dem Felsen gab es daher unterhalb davon eine Vorburg mit den Wirtschaftsgebäuden und einem Gutshof. Auch der 3 km entfernte „Bruderhof“ gehörte zur Festung Hohentwiel.

Der Friedhof

Zur Festung gehörte auch ein Friedhof, der bereits im 16. Jahrhundert belegt ist. Er bezeugt, dass der Hohentwiel ein eigener Seelsorgebezirk war. Die meisten erhaltenen Grabsteine stammen aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Ein Schmuckstück barocker Steinhauerkunst bildet jedoch das Grabmal für den Hauptmann Andreas Geisel.

Extratipp

Folgen Sie bei Ihrem Besuch auf dem Hohentwiel dem Geschichtspfad: Insgesamt zwölf Tafeln geben Auskunft über die Funktion der einzelnen Gebäude. Eine weitere Möglichkeit, den Hohentwiel zu erkunden, ist ein drei Kilometer langer geologischer Lehrpfad. Er informiert über Gesteinsarten, Natur- und Landschaftsschutz.

Ein auffälliges Detail, an das man sich erinnert: die Schnecke vom Giebel des Kasernenbaus Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Arnim Weischer

Weitere Infos über die Festungsruine sowie zahlreiche weitere Burgen, Schlösser, Gärten und Kleinode in Baden-Württemberg finden Sie unter www.schloesser-und-gaerten.de

 

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