Besonders dramatisch verlief ein Einsatz im Bereich des Wildsees im Nationalpark Schwarzwald. Zwei Wanderer hatten sich abseits der markierten Wege in steilstem Gelände verstiegen und konnten keinen Schritt mehr weiter. Erst eine Handyortung machte es möglich, die beiden ausfindig zu machen. Da ein Abtransport über den Boden kaum möglich gewesen wäre, entschieden sich die Einsatzkräfte für die Rettung per Hubschrauberwinde. Mit Erfolg: Beide Wanderer wurden sicher ausgeflogen. Insgesamt waren 14 Bergretterinnen und Bergretter im Einsatz.
Auch im Albtal bei Albbruck musste die Bergwacht am Sonntagmorgen ihr Können unter Beweis stellen. Ein Kletterer war am Erikafelsen rund acht Meter abgestürzt und anschließend weitere fünf Meter den Hang hinuntergerutscht – mit schweren Verletzungen. Gemeinsam mit der Feuerwehr gelang es den Spezialisten, den Mann per Gebirgstrage durch unwegsames Gelände auf ein Plateau zu bringen. Dort übernahm der Notarzt des Rettungshubschraubers die weitere Versorgung.
Neben diesen beiden schweren Fällen war die Bergwacht auch an anderen Orten gefordert: Am Todtnauer Wasserfall verletzte sich eine Wanderin am Sprunggelenk und musste aus dem felsigen Gelände zum Rettungsdienst gebracht werden. Und die Ortsgruppe Freiburg rückte gleich viermal innerhalb eines Tages aus – unter anderem zu einem gestürzten Mountainbiker auf dem beliebten Borderline-Trail und zu einem jungen Mann, der an der Ruine Schneeburg per Hubschrauber ausgeflogen werden musste.
Die Bilanz des Wochenendes: zahlreiche Alarmierungen, engagierte Teams im Dauereinsatz – und zum Glück in allen Fällen eine erfolgreiche Rettung. Die Einsätze zeigen nicht nur die hohe Professionalität der Bergwacht Schwarzwald, sondern erinnern auch daran, wie wichtig es ist, auf markierten Wegen zu bleiben, die eigenen Kräfte realistisch einzuschätzen und im Ernstfall die 112 zu wählen.






