Kleiner weißer Eisbär auf allen Vieren in der Außenanlage unterwegs
Foto: Zoo Karlsruhe, Deible
Als er noch klein war . . . Inzwischen ist aus dem kleinen Kerlchen MiKa schon ein richtig großer Eisbär geworden.
Kleiner weißer Eisbär auf allen Vieren in der Außenanlage unterwegs
Als er noch klein war . . . Inzwischen ist aus dem kleinen Kerlchen MiKa schon ein richtig großer Eisbär geworden.
Foto: Zoo Karlsruhe, Deible

Bärenstark! Eisbär MiKa sorgt 2025 für Rekordbesuch im Zoo Karlsruhe

23. Januar 2026
Der Karlsruher Zoo blickt auf ein sensationelles Jahr zurück: 1.125.466 Besucher kamen 2025 in den Zoo – so viele wie noch nie zuvor. Damit wurde der Rekord aus dem Jahr 2024 erneut übertroffen. Einen entscheidenden Anteil daran hatte das im November 2024 geborene Eisbärjungtier MiKa, das sich innerhalb kürzester Zeit zum Publikumsliebling und echten Besuchermagneten entwickelte.

„Es ist sensationell, wie das vergangene Jahr verlaufen ist“, sagt Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt. „MiKa begeistert nicht nur die Menschen in Karlsruhe. Viele Gäste reisten aus ganz Deutschland, einige sogar aus dem europäischen Ausland an, um den jungen Eisbären zu sehen.“ Der große Zuspruch stärke nicht nur den Zoo selbst, sondern auch den touristischen Standort Karlsruhe. Gleichzeitig sei es gelungen, das Thema Artenschutz stärker in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken.

MiKa bringt Artenschutz voran

Dank MiKa konnten über die Artenschutzstiftung des Zoos Karlsruhe 50.000 Euro an Polar Bears International (PBI) überwiesen werden. Die Organisation setzt sich weltweit für Erforschung und Schutz der Eisbären ein. Neben den Einnahmen aus dem Artenschutz-Euro trugen zahlreiche Groß- und Kleinspenden zu dieser Summe bei. Damit gehört der Zoo Karlsruhe zu den größten Förderern von PBI.

Rekordzahlen trotz herausfordernder Zeiten

Das Rekordergebnis kommt vor dem Hintergrund der angespannten Haushaltslage der Stadt Karlsruhe besonders zum Tragen. Steigende Betriebs- und Energiekosten sowie knappe Mittel stellen den Zoo vor Herausforderungen. Die hohen Besucherzahlen helfen, einen Teil dieser Mehrkosten zu kompensieren.

Eine der wichtigsten Freizeiteinrichtungen im Land

Mit konstant mehr als einer Million Gästen pro Jahr zählt der Zoologische Stadtgarten Karlsruhe zu den wichtigsten Freizeiteinrichtungen in Baden-Württemberg. Rund 6.500 Tiere aus etwa 340 Arten leben in der weitläufigen Anlage. Der anhaltende Zuspruch zeigt, dass die Besucherinnen und Besucher hinter „ihrem“ Zoo stehen und die Entwicklung hin zu einem modernen Artenschutz- und Bildungszentrum anerkennen.

„Die Zukunft wird nicht einfach“, so Reinschmidt. Durch die im Dezember beschlossenen Einsparungen stehen in den kommenden Jahren keine städtischen Mittel für Investitionen zur Verfügung. Projekte wie die neue Katta-Insel können derzeit nur dank des Fördervereins Zoofreunde Karlsruhe umgesetzt werden. Landesmittel gibt es bislang nicht – ein Umstand, den Reinschmidt kritisch sieht: „Dabei tragen wir erheblich zur Attraktivität Baden-Württembergs als Freizeit- und Ausflugsziel bei.“

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