Foto: ARTIS – Uli Deck
Noch einmal einen Blick auf die Großherzoglich-Badische Krone werfen. Bild: Badisches Landesmuseum, Foto: ARTIS – Uli Deck
Noch einmal einen Blick auf die Großherzoglich-Badische Krone werfen. Bild: Badisches Landesmuseum, Foto: ARTIS – Uli Deck
Foto: ARTIS – Uli Deck

Badisches Landesmuseum: Im September großes Finale vor langer Schließung

28. August 2025
Noch einmal öffnet das Badische Landesmuseum im Karlsruher Schloss seine Türen weit: Im September läuft das große Finale, bevor das Schloss für mehrere Jahre in die Generalsanierung geht. Vier Wochen, vier Themen, viermal tief eintauchen in Geschichte und Kultur – und zum Abschluss ein rauschendes Abschiedswochenende mit Party, Tanz und sogar einer Auktion, bei der man ein echtes Stück Schlossgeschichte mit nach Hause nehmen kann.

„Verabschieden Sie sich von Ihren Sammlungen, den Markgräfinnen und Großherzögen – und genießen Sie ein letztes Mal den Blick vom Schlossturm“, lädt Doris Moyrer aus der Kulturvermittlung ein. Passend zum Finale hat das Museum noch einmal die beliebtesten Formate der vergangenen Jahre im Programm: Führungen, Mitmach-Werkstätten, Tanz, Kurzvorträge – und zwei ganz besondere Höhepunkte zum Schluss.

Vier Wochen – vier Themen

Renaissance (3.–7. September)
Glasgemälde von Hans Baldung Grien, die Madonna von Tilman Riemenschneider und kostbare Gold- und Silberschmiedearbeiten lassen die Epoche des Aufbruchs lebendig werden. In einer Open-Air-Werkstatt können Besucherinnen und Besucher am 3. und 6. September Kompass und Fernrohr wie vor 500 Jahren gestalten. Am 7. September schließt eine Familienführung mit der Sage vom „Ei des Kolumbus“ die Woche ab.

Türkenbeute & WeltKultur (10.–14. September)
Globale Verflechtungen stehen hier im Mittelpunkt. Am 12. September verrät Kuratorin Dr. Schoole Mostafawy in der Happy-Friday-Führung, warum sogar der Gartenzwerg einen Migrationshintergrund hat. Am Tag darauf gibt es persönliche Einblicke in die berühmte „Karlsruher Türkenbeute“.

Baden & Europa (19.–21. September)
Von Protestbewegungen bis Friedensinitiativen: Gemeinsam mit der Künstlerin Renate Schweizer entsteht eine große Friedensfahne, die am Sonntag am Schlossturm gehisst wird – begleitet von Karlsruher Chören. Eine Führung mit Kuratorin Brigitte Heck widmet sich zudem dem verhinderten Bau des Kernkraftwerks Wyhl und den Anfängen zivilgesellschaftlichen Engagements.

Schloss & Hof (26.–28. September)
Das große Finale gehört dem Schloss selbst. Rundgänge, Kostümführungen mit „Caroline Luise und Karl Wilhelm“, Tanzvorführungen und ein Vortrag zum Karlsruher Fächerstrahl lassen die Residenzgeschichte noch einmal aufleben. Am Sonntag, 28. September, lädt die Tanzgruppe Stutenpferchs Tandaradey zum Mittanzen auf dem Schlossplatz ein. Anschließend informiert Museumsdirektor Prof. Dr. Eckart Köhne über die Zeit während und nach der Sanierung.

Ihr wollt Karl Wilhelm mit nach Hause nehmen? Kein Problem! Bei der Museumsauktion am 28. September kann er ersteigert werden. Bild: Badisches Landesmuseum, Foto: Th. Goldschmidt

Party & Auktion – ein Abschied mit Glanz

Am Samstag, 27. September, wird der Gartensaal ab 19 Uhr zur Disco unter funkelnden Kronleuchtern mit DJ Roman Mühlschlegel. Am Sonntag folgt ab 18 Uhr die große Museumsauktion mit Auktionator Martin Wacker. Unter den Hammer kommen besondere Objekte aus dem Schlossbestand – von der Figur des Stadtgründers Karl Wilhelm bis zu stylishen Sesseln. Eine einmalige Gelegenheit, ein Stück Karlsruher Schlossgeschichte mit nach Hause zu nehmen. Letzter Blick vom Schlossturm

Das Karlsruher Schloss: die Heimat des Badischen Landesmuseums. Nach dem großen Finale im September beginnt ein mehrjähriger Umbau. In dieser Zeit ist das Museum geschlossen. Bild: Badisches Landesmuseum, Foto: Hannes Deters 

Im Eintritt enthalten sind auch die Sonderausstellungen „Unrecht & Profit“ über die NS-Vergangenheit des Museums, „Kann das weg?“ zum Umgang mit Ressourcen von der Antike bis heute sowie „Unvergängliche Augenblicke“ mit Fotografien von Uli Deck. Und wer Karlsruhe noch einmal von oben erleben möchte, sollte sich den letzten Aufstieg auf den Schlossturm nicht entgehen lassen – der Blick über den Fächergrundriss bleibt unvergesslich

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