Foto: Tourismus BW (rechts) und Hochschwarzwald Tourismus GmbH (links)
Die Großvatertanne (rechts) ist die höchste und „Daniel“ (links) die dickste Tanne des Schwarzwalds.
Die Großvatertanne (rechts) ist die höchste und „Daniel“ (links) die dickste Tanne des Schwarzwalds.
Foto: Tourismus BW (rechts) und Hochschwarzwald Tourismus GmbH (links)

Ausflugstipps: Zu den „Monstertannen“ des Schwarzwalds

8. Mai 2018

Sie haben selbst dann (fast) kein Ohr verschüttelt, als im Dezember 1999 Orkan Lothar über den Schwarzwald fegte und Tausende von ihren Kollegen wie Streichhölzer knickten. Wir reden von „Großvater“ und von „Daniel“, den beiden mächtigsten Weißtannen des Schwarzwalds.

„Großvatertanne“ wird der mächtige Baumriese liebevoll genannt, der im Wald zwischen Freudenstadt und Lossburg-Ödenwald/Schömberg in den Himmel ragt.  Wer vor dem Baum steht, kommt aus dem Staunen so schnell nicht hinaus. Mit 46 Meter ist „Großvater“ das höchste was der Schwarzwald in Sachen Tannenhöhe zu bieten hat. Stolze 300 Jahre ist der Baum alt. Nur um die Brust schwächelt Großvater ein ganz, ganz klein bisschen, bringt es auf einen Stammumfang von 5,60 in ein Meter Höhe. Damit belegt er in Sachen Umfang deutschlandweit den neunten Platz und im Schwarzwald ist er auf Rang zwei.

Da gibt es nämlich im Schwarzwald doch tatsächlich noch einen Baum, der dicker ist, als die Großvatertanne. „Daniel“ heißt die Weißtanne, die – zwischen 300 und 400 Jahre alt  – mit ihren 43 Metern in Sachen Höhe dem Großvater Platz zwar Platz eins überlassen muss, doch beim Umfang ihren „Kumpel“ aus dem Nordschwarzwald aussticht. Den 5,60 von Großvater setzt Daniel im Wald von Grafenhausen 5,80 Meter Umfang entgegen, was ihn zum dicksten Baum des Schwarzwald und zum siebtdicksten Deutschlands macht. Gemessen wurde der Umfang in einem Meter Höhe.

Jetzt wollen wir Ihnen natürlich auch noch verraten, wie Sie zu zum höchsten und zum dicksten Baum des Schwarzwalds kommen. Bis zur Großvatertanne sind es vom Stadtzentrum Freudenstadt ca. 4 km (50 Minuten Fußweg) 30 Gehminuten sind es vom Kienberg aus oder 1,5 km (15 Minuten) vom Wanderparkplatz „Lauferbrunnen“ (Schömberger Straße Richtung Schömberg / Bad Rippoldsau).

Den dicken Daniel erreichen Sie vom Wanderparkplatz am Heimatmuseum „Hüsli“, dem „Wohnort“ von Prof. Brinkmann in der berühmten Fernsehserie „Schwarzwaldklinik“ im Grafenhausener Ortsteil Rothaus, wo auch die Rothaus-Brauerei ihren Sitz hat. Vom Parkplatz wandern Sie über den Alpenblickweg und den Hohtannweg vorbei an mächtigen Tannen bis Sie dann auf Daniel treffen.

Vor noch nicht allzu langer Zeit war übrigens die „Große Tanne von Gersbach“ im Landkreis Lörrach die klare Nummer eins. Dies nicht nur im Schwarzwald, sondern von ganz Westeuropa. 1992 musste der die größte Weißtanne Europas aus Sicherheitsgründen wegen starkem Pilzbefall gefällt werden.

Falls sich jetzt irgendjemand daran erinnert, dass es da auf den Seiten von SCHWARZWALD aktuell vor kurzem einmal eine Geschichte gegeben hat, nach der die bei Freiburg stehende „Waldtraut“ mit 66,58 Meter der höchste Baum des Schwarzwald sei – wir bleiben dabei, ist es auch. Nun, der ist es auch. Nur, Waldtraud ist keine Weißtanne, sondern eine Douglasie. Und bei den Tannen ist nun mal keine höher als die Großvatertanne.

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