Foto: Hotel Traube Tonbach, René Riis (beide Fotos)
Hat allen Grund zur Freude: die Hoteliersfamilie Finkbeiner in Baiersbronn.
Hat allen Grund zur Freude: die Hoteliersfamilie Finkbeiner in Baiersbronn.
Foto: Hotel Traube Tonbach, René Riis (beide Fotos)

8. April, Traube Tonbach: Das große Comeback nach dem Großbrand

25. März 2022
„Wir können es kaum erwarten“ So ist es auf der Homepage des 5-Sterne-Superior Hotels Traube Tonbach in Baiersbronn im Schwarzwald zu lesen. Doch es ist nicht „nur“ die Hoteliersfamilie Finkbeiner, die mit ihrem großartigen Team, dem 8. April entgegenfiebert, sondern auch die vielen, vielen Freunde und Gäste des Hauses aus dem Schwarzwald, dem Ländle, Deutschland, aus Europa, aus aller Welt.

Der 8. April 2022 – es ist der Tag, an dem in der über 230-jährigen Geschichte der Traube Tonbach ein neues Kapitel aufgeschlagen wird. Wo vor zwei Jahren das Urgebäude des Traditionshotels nach einem Feuer in Schutt und Asche lag, haben viele fleißige Hände einen neuen Genussort errichtet, der nun das Zuhause für drei À la Carte-Restaurants wird. Neben den beiden Gourmetrestaurants von Torsten Michel und Florian Stolte wird es mit dem „Schatzhauser“ auch ein neues Restaurantkonzept geben.

Ja, das Herz blutete, der Schock saß tief, doch er lähmte nicht. Sehr schnell nach dem Großbrand, dem am 5. Januar 2020 dem neben dem legendären, weltberühmten Gourmet-3-Sterne-Restaurant Schwarzwaldstube auch die mit einem Stern ausgezeichneten Köhlerstube zum Opfer gefallen war, richtete die Inhaberfamilie Finkbeiner den Blick bereits wieder nach vorne. Hotelinhaber Heiner Finkbeiner kündigte einen möglichst schnellen Neubau des Haues an. Und er hielt Wort! Nach nur etwas mehr als zwei Jahre ist man am Ziel. Eine stolze, eine großartige Leistung. Nicht nur das. Sie überraschten die Gäste während dr Bauzeit auch mit hervorragenden Übergangslösungen.

Im Sommer 2020 fiel der Startschuss für die Bauarbeiten an der Traube Tonbach. Während Größe und Anordnung kaum vom einstigen Stammhaus abweichen, ist der Geist des Neuen unübersehbar: Der mit grauen Holzschindeln verkleidete Dreigiebelbau zeigt sich gradlinig, minimalistisch und modern.

Renate Finkbeiner, Seniorchefin und ihres Zeichens oberste Bauinstanz des Führungskaders der Traube Tonbach, bringt das Leitmotiv des gestalterischen Drahtseilakts, den die Gastgeber sich auferlegt haben, auf den Punkt: „Wir wollen unsere Geschichte bewahren, in dem wir sie fortschreiben – nicht nachbauen. Das alte Stammhaus wird in unseren Erzählungen und Herzen immer einen festen Platz haben, doch was gewesen ist, ist Vergangenheit. Jetzt ist die Zeit ein modernes Haus zu bauen, das den Ansprüchen kommender Generationen von Gästen und Mitarbeitern lange dient.“ Es ist ein Haus, das sich optisch zurücknehmen und in das Bestehende einfügt, ohne die örtliche Bebauung zu dominieren. „Was uns im Inneren Großzügigkeit und lichte Räume beschert, darf von außen nicht klotzig wirken“, so Renate Finkbeiner.

Sie stehen in der Traube Tonbach für Genuss vom Allerfeinsten: Torsten Michel und Florian Stolte.

Neue Schwarzwaldstube

Die neue Schwarzwaldstube ist die zeitgemäße Bühne für Torsten Michels Kochkunst. Im Gegensatz zur vormals tiefeingezogenen, dunklen Holzdecke öffnet sich der neue Gastraum mit einer bis in die Giebelspitze vollverglasten Stirnwand zum Tonbachtal und gibt das Panorama auf den gegenüberliegenden Wald frei. Natursteinplatten, die im römischen Verband verlegt wurden, erden den Raum. „Der wunderschöne Granit bildet mit den gleichfarbigen Samtsesseln eine harmonische Einheit. Über allem wird ein imposanter Leuchter für festliches Ambiente sorgen und gleichzeitig die Raumhöhe brechen“, verspricht Renate Finkbeiner zum Interieur des Drei-Sterne-Restaurants. 

Die Gourmetküche von Küchenchef Florian Stolte bekommt mit der Wiedereröffnung nicht nur ein neues Restaurant, sondern auch einen neuen Namen: 1789. „Das 1789 wird dort eröffnen, wo einst die historische Urzelle der Traube Tonbach war“, berichtet Hotelier Sebastian Finkbeiner und fügt hinzu: „Der Name ist eine Hommage an unser Gründungsjahr und den Ort, wo vor mehr als zwei Jahrhunderten unsere Hotelgeschichte mit einer winzigen Schänke für Köhler und Waldarbeiter begann.“ Das kulinarische Konzept und Team der „alten“ Köhlerstube bleiben hingegen gleich: „Unsere Gäste genießen weiterhin Florian Stoltes moderne und durch seine vielen Reisen asiatisch-inspirierten Menüs.“ 

Neues Restaurant „Schatzhauser“  

In ihrer alten Form nicht mehr geben wird es in den neuen Räumlichkeiten die einstige Bauerstube. Sebastian Finkbeiner „Der historische Raum wurde vom Feuer zerstört – das lasst sich nicht nachbauen, ohne dass es künstlich wäre.“ Aber keine Sorge, die Freunde der schwäbisch-badischen Küche, wie sie früher in der Bauernstube serviert wurde, müssen darauf zukünftig keinesfalls verzichten. „Dafür sorgen wir mit dem „Schatzhauser“, verrät Hotelinhaber Heiner Finkbeiner.

Der größte Gastraum wird unter der Regie von Florian Stolte einem neuen Restaurant gewidmet, welches das kulinarische Angebot des Ferien- und Feinschmeckerhotels sinnvoll erweitert. Im „Schatzhauser“ soll in entspannter Atmosphäre Gutes und Geliebtes für die ganze Familie zelebriert werden. Namensgeber ist der gute Waldgeist aus dem Schwarzwald-Märchen „Das kalte Herz“.
Ab mittags durchgängig geöffnet, soll die Karte im „Schatzhauser“ einem breiten Publikum Freude bereiten: „Herzhafte Traditionsgerichte aus dem Besten unserer Heimat, dem Schwarzwald, treffen auf geliebte Klassiker aus der weiten Welt“, berichtet Florian Stolte.

Mehr Infos unter www.traube-tonbach.de

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