August-Vollmond: der Ernte- und Störmond
Der Vollmond im August trägt gleich mehrere Namen: In Mitteleuropa kennt man ihn als Erntemond, weil er traditionell den Beginn der Erntezeit markiert. In Nordamerika nennt man ihn „Störmond“, weil die Störe zu dieser Zeit besonders gut gefangen wurden.

Bild: Von Throm-Ka, stock.adobe.com
In diesem Jahr erreicht der Mond am 10. August um 20:55 Uhr MESZ seine volle Pracht. Er geht kurz nach Sonnenuntergang auf und steigt dann am Osthimmel auf – ein echter Hingucker. Allerdings: So schön der Vollmond ist, so störend ist sein helles Licht auch – vor allem für alle, die Sternschnuppen beobachten wollen.
Sternschnuppenzeit: Die Perseiden fliegen wieder
Denn genau jetzt sind die Perseiden aktiv – einer der bekanntesten Meteorströme überhaupt. Zwischen dem 9. und 13. August kann man jede Nacht zig Sternschnuppen pro Stunde sehen. Den Höhepunkt erreicht der Strom in der Nacht auf den 13. August, doch auch um den 10. August sind schon viele Leuchterscheinungen am Himmel zu sehen.
Die besten Chancen hat man in den frühen Morgenstunden zwischen 2 und 4 Uhr – möglichst weit weg von Stadtlichtern und mit freiem Blick nach Nordosten. Aber Achtung: Der helle Mond könnte dieses Jahr einige der schwächeren Meteore überstrahlen.
Die große Planetenparade am Morgenhimmel
Ein weiteres Highlight spielt sich Morgenhimmel ab – rund eine Stunde vor Sonnenaufgang, also etwa zwischen 4:30 und 5:30 Uhr. Dort reihen sich gleich mehrere Planeten schön geordnet am Himmel auf:
- Merkur (nah am Horizont, nur kurz sichtbar)
- Venus, Jupiter, Saturn – gut mit bloßem Auge zu sehen
- Uranus und Neptun – nur mit Fernglas oder Teleskop
Sie stehen entlang der Ekliptik und bilden eine eindrucksvolle Linie am Ost- bis Südosthimmel. Man spricht hier von einer sogenannten Planetenparade. Besonders spektakulär: In den Tagen rund um den 10. August wandert der Mond durch dieses Planetensystem und steht je nach Nacht in der Nähe eines der Himmelskörper – ein toller Anblick, auch für Smartphone-Fotograf*innen.
Fazit: Augen auf, Kopf hoch, staunen
Ob Vollmondromantik, Planetenparade oder Sternschnuppenregen – der Augusthimmel hat viel zu bieten. Wer sich nachts oder in den frühen Morgenstunden rauswagt, wird mit eindrucksvollen Bildern belohnt. Decke, Thermoskanne und vielleicht ein Fernglas einpacken – und einfach den Sommerhimmel genießen.Extra-Tipp Schwarzwald aktuell: Nach Möglichkeit sucht ihr euch sich einen möglichst dunklen Ort aus ohne künstliche Lichtquellen. Dazu bieten sich natürlich vor allem die Gipfel von Bergen an oder Aussichtstürme, die auch nachts frei zugänglich sind. Aber Vorsicht beim Auf- und Abstieg. Ohne Taschenlampe geht da nichts






