Foto: simonwhitehurst – stock.adobe.com
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G’schichtle 69: Sagenhafter Kandel-Felssturz in Walpurgisnacht

1. Mai 2020

Diesen Tag vor genau 40 Jahren wird man in dem Schwarzwaldstädtchen Waldkirch wohl nie vergessen: Es ist die Walpurgisnacht, die Nacht zum 1. Mai, des Jahres 1981.

Ausgerechnet in dieser Nacht, in der die Hexen auf dem Kandel der Sage nach ihr Unwesen treiben, bricht ein gigantisches Stück der legendären Teufelskanzel ab. Unglaubliche 550.000 Tonnen der imposanten Felsformation donnern ins Tal hinab, wo sie noch heute liegen.

Kandel: der Sagen umwobene Schwarzwaldberg

Warum stürzte der Fels ausgerechnet in der Nacht der Hexen in die Tiefe? Als in den Felstrümmern tatsächlich auch noch ein Reisigbesen gefunden wird, schießen die Spekulationen völlig ins Kraut. Da müssen ganz einfach die Hexen, vielleicht sogar der Teufel höchstpersönlich die Hände im Spiel gehabt haben. Schon seit Jahrhunderten weiß man schließlich, dass auf dem 1243 Meter hohen imposanten Kandel in der Walpurgisnacht nicht alles mit rechten Dingen zugeht.

In der Tat ist bis heute ist nicht endgültig geklärt, was in jener Nacht zu dem Bruch des Felsens geführt hat. Der Geograf Werner Bätzing glaubt nicht an Hexen oder den Teufel, vermutet, dass eine Frostsprengung die Ursache gewesen sein könnte. So etwas entsteht durch den Wechsel von tauendem und gefrierendem Wasser.. Ein Phänomen, das besonders im Frühjahr häufig auftritt.

Geklärt ist auf jeden Fall die Herkunft des Reisigbesens. Der stammt nachweislich nicht von einer Hexe, sondern von dem Felsmechaniker Peter Rambach, der in den Monaten vor dem Absturz Sicherungsarbeiten am Fels durchgeführt hat.

Sie sind der Meinung das sind der Zufälle zu viel? Na, vielleicht waren es dann doch die Kandelhexen. Sie können sie sogar selbst fragen. Wo Sie sie treffen können? Kein Problem: www.kandelhexen.de

 

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