Ein Name mit alemannischen Wurzeln
Spannend sind die vielen Schreibweisen, die man in der Region findet: Bibeleskäs, Bibbeleskäs, Bibiliskäs oder Bibbli‑Käs – je nachdem, wo man gerade unterwegs ist. Der Ursprung liegt im Alemannischen: „Bibbeli“ bezeichnet kleine Klümpchen, die entstehen, wenn man Quark traditionell selbst herstellt und durch ein Sieb streicht. Eine andere Erklärung erzählt, dass der Bibeleskäs früher den „Bibbele“, also den Hühnerküken, als Zusatzfutter diente.
Im Norden Baden‑Württembergs, etwa in Mannheim, nennt man ihn schlicht „weißer Käs“. Praktisch, aber zugegeben: ein bisschen farblos. Die badischen Varianten klingen doch gleich viel liebevoller – und schmecken tun sie überall.
Wo man ihn findet – und womit er am besten schmeckt
Besonders oft begegnet man Bibeleskäs in den Straußenwirtschaften der Winzer, die im Frühjahr und Herbst ihre Türen öffnen. Aber auch viele Gasthäuser haben ihn auf der Karte, meist zusammen mit Brägele – dem badischen Wort für Bratkartoffeln. Ebenso passen Gschwelldi (Pellkartoffeln) oder Rösti hervorragend dazu. Ein unkompliziertes Gericht, das satt macht und glücklich.
Das Rezept
Natürlich könnt ihr unseren Bibeleskäs auch selbst zubereiten. Dieses Rezept schaffen sogar Nicht-Köche mit links. Wir haben uns nämlich für die schnelle Variante mit fertigem Quark entschieden.
Für 4 Personen nehmen wir 1 Kilogramm Quark der mageren Sorte und heben einen halben Liter geschlagene Schlagsahne unter. Für die leichtere Form kann man auch Magerquark oder Fromage Blanc mit 20 % Fett oder Mineralwasser verwenden.
Jetzt geben wir eine mittlere, sehr fein gehackte Zwiebel sowie einen fein geschnittenen Bund Schnittlauch und eine ausgedrückte Knoblauchzehe hinzu, vermischen alles und schmecken es mit Salz und Pfeffer ab. Auch frisches Liebstöckel und Kerbel bieten sich übrigens als Kräuter an. Nun die ganze Masse gut umrühren und an einem kühleren Ort etwas durchziehen lassen. SCHWARZWALD aktuell wünscht guten Appetit.






