Foto: Matthias - stock.adobe.com
Der Feldbergturm gehört heute zu den Top-Attraktionen, des Höchsten, was der Schwarzwald zu bieten hat. Dabei sollte er einmal sogar abgerissen werden.
Der Feldbergturm gehört heute zu den Top-Attraktionen, des Höchsten, was der Schwarzwald zu bieten hat. Dabei sollte er einmal sogar abgerissen werden.
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G’schichtle / Mit Feldbergturm dem Ländle aufs Dach steigen – Abriss verhindert

12. Januar 2026
Na, mal Lust, dem Schwarzwald aufs Dach zu steigen? Kein Problem: Der Feldberg macht es möglich. Wobei wir im Schwarzwald uns – wir geben es ja zu – nicht kleiner machen wollen, als wir sind: Wer oben auf dem Gipfel steht, steht nicht nur mit 1493 Metern auf dem Höchsten, was der Schwarzwald zu bieten hat, sondern diese 1493 Meter sind zugleich auch der höchste Punkt Baden-Württembergs. Und das ist noch immer nicht genug. Der Feldberg ist auch der höchste Mittelgebirgsgipfel Deutschlands. Und um eine seiner Attraktionen dreht sich unsere heutige G'schichtle – seinen Turm.

Vor 70 Jahren eingeweiht

Am 20. Dezember 1955 – also fast auf den Tag genau vor 70 Jahren – war er eingeweiht worden. Die Zeit, in der der 45 Meter hohe Turm als Rundfunkturm für den damaligen Südwestrundfunk diente, lief 2003 ab. Er genügte den heutigen Ansprüchen nicht mehr. Man ersetzte ihn nicht weit entfernt, ganz in der Nähe des Gipfels, durch einen neuen, mit seinen 82 Metern fast doppelt so hohen, leistungsfähigeren, modernen Fernsehturm.

Vom Rundfunkturm zum Aussichtsturm

Was aber tun mit dem Alten auf dem Seebuck? Ist doch ganz einfach! Braucht man nicht mehr, also weg damit! Von wegen! Man hatte die Rechnung ohne die Feldberger gemacht. Die begannen nämlich nun, um den Turm zu kämpfen, wehrten sich vehement gegen die Abrisspläne, zumal man eine Idee hatte, was man mit dem nun seiner Aufgabe als Fernsehturm beraubten Bauwerk machen könnte. Und sie siegten!

Im April 2003 kaufte die Gemeinde den Turm, um ihn noch im Sommer des gleichen Jahres wieder zu eröffnen – als Aussichtsturm! Die Resonanz war von Anfang an riesig. Und die Gemeinde wusste, dass man mit ihm eine richtig neue, tolle Attraktion hatte, entschied sich dafür, den Turm um- und auszubauen. Im Juli 2018 wurde er wieder eröffnet. Seitdem ist er – nur ein paar Schritte von der Gipfelstation der Feldbergbahn entfernt – barrierefrei zugänglich. Auch mit Rollstühlen und Kinderwagen.

Spektakuläre Aussicht über Schwarzwald bis zu den Alpen

Mit dem Aufzug schwebst du nun gemütlich in die elfte Etage des 45 Meter hohen Turms und genießt von dort eine fantastische Aussicht. Der Blick schweift über die herrliche Schwarzwaldlandschaft hinüber bis in die Alpen zu Eiger, Mönch und Jungfrau, bis hin zur Zugspitze und dem Mont Blanc.

Auf dem Höchsten des Schwarzwalds hast du damit bei entsprechender Witterung von der Aussichtsplattform in 36 Meter Höhe gleich zwei weitere Rekordmarken im Blick. Da ist nicht nur der Feldberg, der – wie bereits erwähnt – mit 1493 Metern der höchste Berg eines Mittelgebirges in Deutschland ist, sondern da ist dann auch noch die Zugspitze, der mit 2963 Metern höchste Gipfel Deutschlands, und der Mont Blanc mit seinen 4810 Metern der höchste Berg der Alpen.

Mit  Schinkenmuseum und höchstgelegenem Trauzimmer

Aber es ist nicht nur die Aussicht, die diesen Turm so einzigartig macht. Wenn ihr noch ein schönes Plätzchen für eure Trauung suchen solltet – kein Problem! In den Sommermonaten könnt ihr euch im höchstgelegenen Trauzimmer Baden-Württembergs im 11. Stock des Turms das Ja-Wort geben. Mit Sicherheit ein ganz besonderes Feeling. Und genau zehn Stockwerke darunter gibt es noch etwas ganz, ganz Besonderes: das Schwarzwälder Schinkenmuseum, in dem du seit 2013 nun wirklich alles über den weltberühmten Schwarzwälder Schinken erfährst. Stark!

Infos: Mehr über den Feldberg erfahrt ihr unter www.hochschwarzwald.de und www.feldberg-erlebnis.de

 

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