Jetzt ist in Sachen Hochrheinbahn auch das geklärt: Die rund 75 Kilometer lange Strecke vom Badischen Bahnhof Basel bis Erzingen (Kreis Waldshut), die derzeit für knapp 450 Millionen Euro vollständig elektrifiziert und modernisiert wird, wird nach der Fertigstellung Ende 2027 von der Südwestdeutschen Landesverkehrsgesellschaft (SWEG) betrieben. Das Unternehmen setzte sich im Ausschreibungsverfahren gegen zwei weitere Mitbewerber durch.
Auf der Strecke werden künftig 19 moderne elektrische Mireo‑Züge fahren, die während der gesamten Vertragslaufzeit in Offenburg gewartet werden. Der Verkehrsvertrag beginnt am 12. Dezember 2027 und läuft bis Dezember 2032.
19 hochmoderne Züge
Baden‑Württembergs Verkehrsministerin Nicole Razavi betont, dass sich die Fahrgäste „mit den nahezu fabrikneuen Mireos auf einen zuverlässigen elektrischen Betrieb am Hochrhein freuen dürfen“. Die Züge bieten jeweils 218 Sitz- und 216 Stehplätze, einen barrierefreien Einstieg, ein Universal‑WC sowie 21 Fahrradstellplätze. Ein dreiteiliger elektrischer Siemens‑Mireo, der bis zu 160 km/h schnell fahren kann, kostet nach Branchenangaben rund sechs bis sieben Millionen Euro. Je nach Nachfrage verkehren die Fahrzeuge in Einzel- oder Doppeltraktion.
Razavi unterstrich zudem, dass die Mireo‑Züge „effiziente und klimafreundliche Fahrzeuge sind, die hohen Komfort und viel Platz bieten“. Sie äußerte die Erwartung, dass die Bauarbeiten wie geplant im Dezember 2027 abgeschlossen werden.
Stand der Bauarbeiten
Die intensiven Arbeiten zur Elektrifizierung und Montage der Oberleitungen laufen seit dem 26. April 2026 unter Vollsperrung zwischen Rheinfelden und Erzingen. • Der Abschnitt Waldshut–Erzingen soll bereits ab März 2027 wieder für den Zugverkehr freigegeben werden. • Zwischen Rheinfelden und Waldshut dauern die Arbeiten planmäßig bis Mitte 2027 an.





