Außergewöhnliche Konstruktion
Mit ihrer außergewöhnlichen Konstruktion, ihrer eleganten Form und ihrer Lage am Rhein zieht sie jedes Jahr Hunderttausende Besucher an: die Dreiländerbrücke. Wer hier zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs ist, bewegt sich zwischen Deutschland und Frankreich – und nur wenige Schritte entfernt liegt auch die Grenze zur Schweiz. Ein Ort also, an dem sich gleich drei Länder begegnen und der zugleich einen echten Weltrekord beherbergt.
Verbindung im Dreiländereck
Die Brücke verbindet die beiden Partnerstädte Weil am Rhein auf deutscher und Huningue auf französischer Rheinseite. Ihr Name leitet sich vom Dreiländereck Deutschland–Frankreich–Schweiz ab, das weniger als 200 Meter entfernt liegt. Seit ihrer Einweihung im Jahr 2007 wird sie jährlich von mehr als einer Million Fußgängern und Radfahrern genutzt und hat sich längst zu einem Wahrzeichen der Region entwickelt.
Längste freitragende Fußgänger- und Radbrücke weltweit
Doch diese Rheinüberquerung ist alles andere als gewöhnlich. Sie gilt als Bauwerk der Superlative. Mit einer Stützweite von 230 Metern und einer Gesamtlänge von 248 Metern ist sie die längste freitragende Fußgänger- und Radbrücke weltweit. Besonders prägend ist ihre markante, asymmetrische Bogenkonstruktion aus Stahl, die symbolisch für die enge Verbindung zwischen Deutschland und Frankreich steht.
Rekordbau in kurzer Zeit
Kaum zu glauben: Die Brücke wurde innerhalb von nur zehn Monaten Bauzeit errichtet. Mehr als 1.000 Tonnen Stahl wurden dafür verbaut, die Baukosten lagen bei rund zehn Millionen Euro. Finanziert wurde das Projekt gemeinsam von der Stadt Weil am Rhein und der Communauté de Communes des Trois Frontières. Unterstützt wurde das Bauvorhaben unter anderem von der Europäischen Union, dem Land Baden-Württemberg sowie Partnern aus dem Elsass.

Ein Blick auf die geniale Stahlkonstruktion der Brücke. Bild: Taxiarchos228, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
600 Menschen testeten die Brücke
Noch vor der offiziellen Freigabe musste das Bauwerk einen besonderen Test bestehen. Im Januar 2007 nahmen rund 600 Menschen an einem großen Schwingungstest teil, um die Stabilität der Brücke zu prüfen.
Seit ihrer Einweihung im Jahr 2007 wird sie jährlich von mehr als einer Million Fußgängern und Radfahrern genutzt und hat sich längst zu einem Wahrzeichen der Region entwickelt.
Olympisches Feuer auf der Brücke
Ein besonderes Highlight in der noch jungen Geschichte des Bauwerks gab es am 26. Juni 2024: Auf dem Weg zu den Olympischen Spielen in Paris wurde das Olympische Feuer auch über die Brücke getragen. Drei Fackelträger starteten in Weil am Rhein und liefen über die rund 600 Meter lange Strecke bis zum Abbatucciplatz im französischen Huningue.
Für eine beeindruckende Kulisse sorgten nicht nur zahlreiche Zuschauer, sondern auch rund 400 bis 500 Kinder und Jugendliche aus Frankreich, der Schweiz und Deutschland, die entlang der Strecke ein Ehrenspalier bildeten und den besonderen Moment begleiteten.
Bauwerk mit mit Preisen überhäuft
Auch international sorgte die außergewöhnliche Konstruktion für Aufmerksamkeit. Seit ihrer Eröffnung wurde die Brücke mit mehreren bedeutenden Preisen ausgezeichnet. Dazu zählen unter anderem der Deutsche Brückenbaupreis 2008 sowie die Arthur G. Hayden Medaille – eine der höchsten internationalen Auszeichnungen im Brückenbau. Zudem erhielt das Bauwerk den renommierten Outstanding Structure Award der International Association for Bridge and Structural Engineering. Ein Bauwerk der Superlative also – und ein weiterer Rekord aus der Region, der weltweit für Aufmerksamkeit sorgt.

Zum Schluss noch ein Blick von weitem auf das preisgekrönte Bauwerk. Bild: Taxiarchos228, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons





