Foto: Bild: Zieglhar, CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons
Der Höhepunkt des jährlichen Fridolinsfestes: die feierliche Prozession mit dem Reliquienschrein Fridolins.
Der Höhepunkt des jährlichen Fridolinsfestes: die feierliche Prozession mit dem Reliquienschrein Fridolins.
Foto: Bild: Zieglhar, CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons

Bad Säckingen, Fridolinsfest 2026: das Programm am 6. und 8. März

1. März 2026
Das Fridolinsfest in Bad Säckingen zählt zu den traditionsreichsten Glaubensfeiern am Hochrhein. An zwei Festtagen – dem 6. und 8. März – steht die Stadt ganz im Zeichen des Heiligen Fridolin, des Glaubensboten und Patrons der Region. Vom frühmorgendlichen Festgeläut bis zur großen Prozession prägt ein dichtes spirituelles Programm das Stadtbild und zieht Pilgerinnen und Pilger aus dem gesamten Hochrheinraum an. Die Prozession gibt es Jahr für Jahr seit 1347!

Der Auftakt am 6. März

Der Gedenktag des Heiligen Fridolin beginnt am Freitag, 6. März, mit der feierlichen Aussetzung des Reliquienschreins um 7 Uhr. Um 9.30 Uhr wird im Münster das Hochamt zu Ehren des Heiligen gefeiert, zelebriert von Pfarrer Peter Nicola. Am Abend folgt um 18 Uhr die Eucharistiefeier mit der Rückversetzung des Schreins. Dieser Tag bildet den liturgischen Kern des Festes und erinnert an die jahrhundertelange Verehrung des Glaubensboten.

Die große Prozession

Am Sonntag, 8. März, beginnt das Fridolinsfest bereits um 6 Uhr mit dem Festgeläut. Nach der erneuten Aussetzung des Schreins und der Pilgermesse um 7 Uhr folgt um 9 Uhr das Pontifikalamt mit Erzabt em. Korbinian Birnbacher OSB aus Salzburg. Höhepunkt ist die anschließende Prozession durch die Altstadt – begleitet von Musikvereinen, Fahnenträgern, Ordensgemeinschaften und zahlreichen Gläubigen. Acht Männer tragen dabei den sechs Zentner schweren Reliquienschrein durch die Straßen von Bad Säckingen.

Prozession gibt es seit 1347

Seit 1347 ist diese alljährlichen Prozession zum Todestag bezeugt. Um 1750 hat die Äbtissin des Stifts den Auftrag für diese Silberarbeit gegeben und dafür die enorme Summe von 8000 Gulden zur Verfügung gestellt.Weitere Gottesdienste und die feierliche Vesper am Nachmittag runden den Tag ab.

Das war Fridolin

Fridolin stammt der Überlieferung nach aus Irland. Seine Reise führte ihn über Poitiers an die Rheininsel Säckingen, wo er ein Doppelkloster gründete – Ursprung des späteren Damenstifts. Als einer der ersten Glaubensboten im alemannischen Raum wird er bis heute im Hochrhein, im Hotzenwald, im Fricktal und im Kanton Glarus verehrt. Sein silberner Rokoko-Schrein mit seinen Gebeinen befindet sich in der rechten Chorkapelle des Fridolinmünsters in Bad Säckingen.

Wunderschön: das Fridolinsmünster, das die am Hochrhein gelegene spannende Stadt Bad Säckingen prägt. Foto: © Tourismus- & Kulturamt Bad Säckingen · Foto & Design · CC BY-SA

Das Fridolinsmünster

Das Fridolinsmünster mit seinen barocken Zwiebeltürmen prägt das Stadtbild Bad Säckingens. Über der Fassade des Deutschordensbaumeisters Johann Caspar Bagnato steht der Heilige mit dem Urso. Die Ringkrypta aus dem 9. Jahrhundert bildet das Fundament des gotischen Baus, der 1360 geweiht wurde. Nach zwei Bränden erhielt der Innenraum zunächst eine frühbarocke, später 1752 seine heutige Rokoko-Gestaltung durch Meister wie Feichtmayr und Spiegler.

Glaube, Geschichte, gelebte Tradition

Das Fridolinsfest verbindet Spiritualität, regionale Identität und jahrhundertealte Tradition. Wenn die Fridolinshymne erklingt – „Hinab zum Rheinesufer viel fromme Pilger ziehn…“ – wird spürbar, wie tief der Patron im Herzen der Bevölkerung verankert ist.

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