Im Schnitt mehr als 3 Einsätze pro Tag
Im Schnitt rückten die ehrenamtlichen Bergretterinnen und Bergretter 3,6 Mal täglich aus. In den Sommermonaten dominierten Wanderunfälle (156) sowie Mountainbike-Unfälle (110).
In der Wintersaison registrierte die Bergwacht 439 Einsätze. Betroffen waren vor allem Skifahrer (253), aber auch Winterwanderer (73), Snowboarder (65), Langläufer (22) sowie Schlittenfahrer (21).
Hinzu kamen 218 medizinische Notfälle, bei denen die Bergwacht als nächstgelegenes Rettungsmittel im ländlichen Raum alarmiert wurde. Bei 68 Veranstaltungen stellte sie zudem die sanitäts- und rettungsdienstliche Betreuung – darunter erneut beim Ultra Bike Marathon in Kirchzarten.Jahrebilanz 2025: Bergwacht Schwarzwald bei 1317 Einsätzen stark gefordertBergwacht Schwarzwald verzeichnet deutlich mehr Einsätze
Zahl der Suchaktionen mehr als verdoppelt
Besonders markant ist der Anstieg der Sucheinsätze: 58 Fälle im Jahr 2025, mehr als eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahr (17). Diese Einsätze sind personal- und zeitintensiv und stellen für die Ehrenamtlichen auch eine psychische Belastung dar.
Ein positives Beispiel aus dem Spätherbst: Ende November konnte in der Wutachschlucht eine vermisste Frau in hilfloser Lage gefunden werden – unterkühlt, aber lebend.
Schwierige Rettungen im Gelände
Das Jahr begann mit zwei technisch anspruchsvollen Einsätzen am Feldberg, bei denen Personen aus Tiefschnee und Steilgelände oberhalb des Feldsees gerettet wurden.
Im Sommer kam es wiederholt zu Notlagen im Bereich des Wildsees im Nationalpark Schwarzwald sowie in der Ravennaschlucht, wo sich Wanderer verstiegen hatten. Mithilfe von Seilgeländern wurden die Betroffenen aus schwer zugänglichem Gelände befreit. Zu Kletterunfällen am Battert und am Erikafelsen wurde die Bergwacht insgesamt sieben Mal alarmiert.
Bergwacht hat 1384 Mitglieder
In der Bergwacht Schwarzwald engagierten sich 2025 1.384 Mitglieder. 37,5 Prozent von ihnen sind jünger als 30 Jahre, der Frauenanteil liegt bei 25,7 Prozent.
Neben Einsätzen und Ausbildung leisten die Ehrenamtlichen Arbeit im Naturschutz, an Infoständen sowie in der Jugendarbeit der 13 Jugendbergwachten. 32 neue Einsatzkräfte bestanden ihre Dienstprüfung, insgesamt nahmen 85 Anwärterinnen und Anwärter an den zentralen Prüfungen teil.
Moderne Infrastruktur stärkt Einsatzfähigkeit
Mit Unterstützung des Landes, der Kommunen und zahlreicher Partner wurden wichtige Investitionen umgesetzt:
- Einweihung der neuen Bergrettungswache am Feldberg
- Neue Garagenstellplätze für die Ortsgruppe Freiburg
- Spatenstich für das Rettungszentrum Rebland bei Offenburg
- Indienststellung von vier neuen Bergrettungsfahrzeugen und zwei ATVs
Die Maßnahmen verbessern die Einsatzbereitschaft nachhaltig.






