Olympische Spiele: Diese 5 Schwarzwälder kämpfen um Medaillen

2. Februar 2026
In wenigen Tagen geht es los: Vom 6. bis 22. Februar 2026 richten sich die Blicke der Wintersport-Welt nach Mailand und Cortina d’Ampezzo, wo die Olympischen Winterspiele stattfinden. 182 deutsche Athletinnen und Athleten haben sich für das Großereignis qualifiziert. Mit dabei sind fünf Sportlerinnen und Sportler aus dem Schwarzwald, die wir euch hier näher vorstellen werden. Und wir haben das im Gefühl: Da ist sogar die eine oder andere Medaille drin.

Sie treten in Biathlon, Skilanglauf und Snowboard an und stehen exemplarisch für die große Wintersport-Tradition des Schwarzwalds, aus der in der Vergangenheit bereits zahlreiche Olympiasieger hervorgegangen sind. Auffällig ist vor allem die starke Präsenz im Snowboardcross:Gleich drei der fünf Schwarzwälder starten auf dem Board. Aber auch im Biathlon und im Langlauf sind wir mit dabei.  Und hier sind unsere fünf Sportlerinnen und Sportler, die sich für die Spiele qualifiziert haben:

Jana Fischer, Snowboard Cross

Geburtsdatum: 13. Juli 2000 in Titisee-Neustadt
Wohnort: Fischen im Allgäu
Verein: SC Löffingen
Disziplin: Snowboardcross

Die einzige Frau im deutschen Boardercross-Team hat schon zwei Olympische Winterspiele hinter sich – und trotzdem richtig Bock auf Runde drei. Seit ihrem Weltcupdebut vor neun Jahren hat sie sich immer wieder in der Weltspitze bewiesen.

In dieser Saison holt die Schwarzwälderin noch einmal alles aus sich heraus. Beim Training in Südamerika profitiert sie vom direkten internationalen Konkurrenzfeld und wächst weiter. Das zeigt sich im South America Cup, den sie gewinnt, ebenso wie beim Europacup im Pitztal, wo sie sich mit Platz drei direkt die nationale Qualifikationsnorm für Olympia sichert.

Jana Fischer (Snowboard) aufgenommen am 20.01.2026 in München.
Foto: Frank May/Team Deutschland/picture alliance

Als einzige Frau im Team muss man von Grund auf etwas taffer sein – das passt zu einer Disziplin, in der neben anspruchsvollen Parcours auch das Risiko von Körperkontakt dazugehört. Für Jana Fischer ist das Teil des Sports: „Macht ja auch Spaß.“

Leon Ulbricht, Snowboardcross

Geburtsdatum: 01. November 2004 in Bern
Wohnort: Lörrach
Verein: SC Rötteln
Disziplin: Snowboardcross

Es sind die ersten Olympischen Spiele für den Shootingstar im deutschen SBX-Team – und seine bisherigen Erfolge lassen Großes vermuten. Der 21-Jährige wurde 2024 zum zweiten Mal Junioren-Weltmeister, wenige Wochen zuvor feierte er in Sierra Nevada seinen ersten Weltcupsieg. Es folgten weitere Podestplätze, darunter erneut Platz eins im März 2025 in Erzurum.

Leon Ulbricht (Snowboard) aufgenommen am 20.01.2026 in München.
Foto: Frank May/Team Deutschland/picture alliance

Wenn „Ulle“ in den Race Mode schaltet, zählt nur noch das Hier und Jetzt. Rennen für Rennen arbeitet sich Ulbricht vor – mit hohem Tempo, kompromisslosem Stil und klar erkennbarem Siegeswillen. Eigenschaften, die ihn schon jetzt fest in der Weltspitze verankert haben.

Anne Hedrich, Snowboard Halfpipe

Geburtsdatum: 16. Juni 2006 in Frechen
Wohnort: Innsbruck
Verein: Ski-Club Emmendingen
Disziplin: Halfpipe

Anne Hedrich ist seit dieser Saison fest im Weltcup-Team und zeigt dort eindrucksvoll, warum sie als eines der größten Talente im deutschen Halfpipe-Snowboard gilt. Die 19-Jährige gewann zuletzt nicht nur die Europacup-Gesamtwertung, sondern wurde auch zum zweiten Mal deutsche Meisterin.

Anne Hedrich (Snowboard) aufgenommen am 20.01.2026 in München.
Foto: Frank May/Team Deutschland/picture alliance

Die Baden-Württembergerin hat ihr Abitur als eine der Jahrgangsbesten abgelegt und lebt inzwischen in Innsbruck – ein idealer Standort für eine multisportive Athletin, die neben dem Snowboarden auch gerne klettert und Fußball spielt. In der Szene gilt sie längst als „Style Queen“.

Janina Hettich-Walz, Biathlon

Geburtsdatum: 16. Juni 1996 in Schramberg
Wohnort: Lauterbach (Schwarzwald)
Verein: SC Schönwald
Disziplin: Biathlon

Janina Hettich-Walz gehört seit Jahren zur absoluten Weltspitze im Biathlon. Seit 2019 läuft die Schwarzwälderin im Weltcup, ihren bislang größten Einzelerfolg feierte sie 2024 mit Silber im Einzel bei den Weltmeisterschaften. Mit der deutschen Staffel gewann sie zudem WM-Silber 2021 und Bronze 2024.

Janina Hettich-Walz (Biathlon) aufgenommen am 19.01.2026 in München.
Foto: Frank May/Team Deutschland/picture alliance

Ihre sportlichen Wurzeln liegen klar im Schwarzwald. Auch nach der Geburt ihrer Tochter gelang ihr ein starkes Comeback – inklusive erneuter Olympia-Qualifikation. Mit Konstanz, Nervenstärke am Schießstand und großer internationaler Erfahrung zählt sie zu den wichtigsten Athletinnen im deutschen Team.

Janosch Brugger, Skilanglauf

Geburtsdatum: 16. März 1996 in Titisee-Neustadt
Wohnort: Oberstdorf
Verein: SC Schluchsee
Disziplin: Skilanglauf

Janosch Brugger ist seit vielen Jahren fester Bestandteil des deutschen Langlauf-Nationalteams. Der Schwarzwälder entschied sich früh für den Leistungssport und sammelte schon im Nachwuchsbereich internationale Erfolge.

Foto: Team Deutschland/picture alliance

Spätestens mit starken Auftritten bei der Tour de Ski und der Teilnahme an den Olympischen Spielen 2022 in Peking etablierte er sich auf höchstem Niveau. Hinzu kommt WM-Bronze mit der Staffel 2023 in Planica. Klar ist: Wer sich erneut für Olympische Spiele qualifiziert, reist nicht nur mit Erfahrung an – sondern auch mit dem Traum von einer Medaille.

Zwei von den Schwennniger Wild Wings dabei

Zu guter Letzt wollen wir dann doch zwei Sportler nicht ganz vergessen, die zwar nicht für Deutschland auf Medaillenjagd gehen, sondern für ihr Italien. Es handelt sich um die beiden Verteidiger Thomas Larkin und Alex Trivellato, die beide bei den in der DEL spielenden Schwenninger Wild Wings dem Puck nachjagen. Larkin ist dabei sowohl der Kapitän der Wild Wings als auch der italienischen Nationalmannschaft.

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