Spektakuläre Rettung am Eckenfels
Es ist Samstagnachmittag, als die Alarmierung eingeht: Ein Kletterer ist am Eckenfels bei Oppenau-Lierbach abgestürzt – unklar zunächst, ob er noch im Seil hängt. Die Schnelle Einsatzgruppe der Bergwacht-Ortsgruppe Achertal macht sich sofort auf den Weg. Aufgrund der ersten Hinweise entscheidet der Einsatzleiter früh, zusätzliche Kräfte aus Offenburg nachzufordern.
Als die Bergretterinnen und Bergretter am Fels eintreffen, kreist bereits der Rettungshubschrauber Christoph 54 aus Freiburg über der Einsatzstelle. Die Lage ist anspruchsvoll, der Fels steil, der Zugang schwierig. Nach einer schnellen Erkundung fällt die Entscheidung für eine Windenrettung – eine der komplexesten Rettungstechniken in der Bergwacht.
Der Rettungsspezialist Helikopter der Bergwacht Obertal wird per Winde zum Patienten abgelassen. Vor Ort zählen Sekunden und Präzision: medizinische Erstversorgung, Sicherung am Fels, Umlagerung in den Luftrettungssack. Währenddessen sichern die Teams aus Achertal und Offenburg den Bereich. Wenige Minuten später kann der Verunfallte per Seilwinde aufgenommen und zur weiteren Behandlung ausgeflogen werden.
Sturz auf engem Wanderpfad
Nur kurze Zeit nach dem Klettereinsatz folgt die nächste Alarmierung: Die Ortsgruppe Hochschwarzwald wird gegen 17 Uhr zu einem verletzten Wanderer bei Hinterzarten gerufen. Der Mann war auf einem schmalen, rutschigen Pfad gestürzt und konnte den Weg nicht mehr selbstständig verlassen.
Die Einsatzkräfte erreichen den Unfallort zügig, versorgen den Wanderer notfallmedizinisch und begleiten ihn anschließend behutsam über den Pfad zum Bergrettungsfahrzeug. Von dort geht es weiter bis zur nächsten Straße, wo der Rettungswagen übernimmt.
Nachtsuche in Freiburg
Der dritte Einsatz des Tages beginnt spät: Gegen 22 Uhr wird die Bergwacht Schwarzwald zu einer Vermisstensuche in Freiburg hinzugezogen. Eine Seniorin wird im Bereich des Dreisamstadions vermisst. Rund 30 Kräfte aus Freiburg, Waldkirch, Münstertal sowie das Drohnenteam mit dem Technikfahrzeug LKLD durchkämmen das Gelände entlang der Dreisam bis hinauf Richtung Roßkopf. Trotz intensiver Suche muss der Einsatz gegen 2.30 Uhr erfolglos beendet werden. Am nächsten Vormittag dann die erleichternde Nachricht: Die Vermisste wird gefunden.





