Vom 23. Mai bis 12. Oktober 2025 verwandelte sich das acht Kilometer lange Schwarzwaldtal in einen Erlebnisraum voller Natur, Kultur und Begegnung. Zum ersten Mal stemmten mit Freudenstadt und Baiersbronn zwei Kommunen gemeinsam eine interkommunale Gartenschau – und das mit Bravour.
Vielfalt, die verbindet
Die Gartenschau war mehr als Blütenpracht: Sie war ein gestalterisches, organisatorisches und gesellschaftliches Großprojekt. Aufwändig bepflanzte Flächen, ökologische Aufwertungen und ein beeindruckendes ehrenamtliches Engagement prägten das Bild – ebenso wie die große Resonanz in der Bevölkerung.
Besonders beliebt war das familienfreundliche Angebot: Rund 10 % der Gäste waren Kinder unter 16 Jahren. Über 3.500 Schülerinnen und Schüler nahmen am „Grünen Klassenzimmer“ teil. Auch die Dauerkarten waren ein Renner: Über 15.000 Stück wurden verkauft, mit einer durchschnittlichen Nutzung von 8,2 Besuchen pro Karte – ein klares Zeichen für eine hohe Bindung und großer Zufriedenheit mit dieser Gartenschau.

Ehrenamt mit Herz
Ohne das Engagement der Menschen vor Ort wäre die Gartenschau in dieser Qualität nicht denkbar gewesen. Insgesamt waren 1.100 Ehrenamtliche im Einsatz und leisteten gemeinsam über 44.000 Stunden freiwilliger Arbeit. Besonders beeindruckend: 20 Personen übernahmen jeweils mindestens 40 Einsätze, einige sogar über 100.
Bühne frei für 2.600 Veranstaltungen
Auch kulturell setzte die Gartenschau Maßstäbe. Über 2.600 Einzelveranstaltungen fanden auf drei Bühnen und einer zentralen Aktionsfläche statt. Highlights waren unter anderem Ugly Kid Joe, Papis Pumpels, Ulrich Tukur und das Format „X to X – ein Tag, eine Party“. Erfolgreiche Reihen wie „Jazz & Wine“ und „Tal X rockt“ sorgten für Stimmung, während die ökumenischen Kirchen mit über 300 eigenen Veranstaltungen ein starkes Zeichen setzten.
Kulinarik überzeugte
Ein neues Gastronomiekonzept mit regionalen Betrieben trug entscheidend zur hohen Aufenthaltsqualität bei. Vielfalt und Qualität wurden von den Gästen durchweg positiv bewertet – ein echter Gewinn für die Atmosphäre entlang des gesamten Geländes.
Nachhaltigkeit, die bleibt
Auch nach dem letzten Besuch bleibt das Tal X ein Erlebnisraum. Rund 3.000 Quadratmeter Staudenflächen mit 32.000 Pflanzen und 30.000 Zwiebeln bleiben dauerhaft erhalten – unter anderem am Christophstal, in den Forbachgärten und im Gartendorf. Hinzu kommen 5.000 Quadratmeter Blühwiesen, die ohne zusätzliche Bewässerung Lebensraum für Insekten bieten. Ergänzt wurde das grüne Konzept durch 20 neu gepflanzte Bäume, 230 Sträucher und Rosen sowie eine Allee der Klimabäume mit über 30 Arten in Friedrichstal.
Blick nach vorn
Ein Nachnutzungskonzept ist bereits in Arbeit. Ziel ist es, das Tal X langfristig als naturnahen Erlebnisraum zu erhalten und weiterzuentwickeln – für Natur, Bildung und Tourismus. Die Gartenschau 2025 hat Maßstäbe gesetzt und gezeigt, wie aus Vielfalt Gemeinschaft wird.
Mehr Infos über die Gartenschau gibt es unter https://www.tal-x.de/






