Foto: Hochschwarzwald Tourismus GmbH (alle Bidler)
Impressionen von der Ausstellung im Dom zu St. Blasien. Was für ein beeindruckender Anblick.
Impressionen von der Ausstellung im Dom zu St. Blasien. Was für ein beeindruckender Anblick.
Foto: Hochschwarzwald Tourismus GmbH (alle Bidler)

Gaia-Ausstellung begeistert im Dom zu St. Blasien! Erde zum Greifen nah – Andrang riesig!

6. Oktober 2025
Daran gibt es kaum einen Zweifel: Die Gaia-Ausstellung, die am vergangenen Freitag im Dom zu St. Blasien feierlich eröffnet wurde, dürfte zur wohl erfolgreichsten aller Zeiten im Hochschwarzwald werden. Schon bei der Eröffnung gab es zum Teil nur noch Stehplätze, und auch am Samstag und Sonntag strömten die Menschen in das großartige Gotteshaus. Zum Greifen nah ist hier „Mutter Erde“ zu sehen.

Der international renommierte Installationskünstler Luke Jerram hat mit Werken wie Museum of the Moon oder Floating Earth bereits Millionen Menschen begeistert. Mit „Gaia“ bringt er den sogenannten „Overview Effect“ – das Gefühl, die Erde als Ganzes zu sehen – in Kirchen, Museen und öffentliche Räume weltweit. Millionen Menschen haben so Gaia bereits gesehen. Und in St. Blasien werden sicher Tausende dazukommen.

Idee wurde in Dresden geboren

Das Wanderkunstwerk Gaia tourt seit 2018 durch die ganze Welt und wurde bereits an den unterschiedlichsten Orten präsentiert – unter anderem auch in verschiedenen Kirchen. Im Frühjahr 2023 wurde Gaia in der Dresdner Frauenkirche von Marianne Wriedt aus St. Blasien und Hedwig Kaiser aus Häusern gesehen, woraufhin beide die Idee hatten, das Kunstwerk nach St. Blasien zu holen. Ins Leben gerufen wurde die Ausstellung schließlich vom Werbe- und Aktivkreis, der Stadt St. Blasien, dem Kolleg und der Seelsorgeeinheit St. Blasien sowie der Hochschwarzwald Tourismus GmbH. Gefördert wurde das Projekt durch die Erzbischof-Hermann-Stiftung.

Die größte Gaia, die bisher in Deutschland gezeigt wurde

„Meine Kunstwerke sollen eine Möglichkeit sein, Menschen zusammenzubringen, um über sensible Themen wie beispielsweise den Klimawandel zu sprechen“, berichtete der Schöpfer des Kunstwerks in einem Gespräch vor der Eröffnung. Luke Jerram, der zurzeit in Bristol an neuen Ausstellungsprojekten arbeitet und deshalb nicht persönlich anwesend sein konnte, hob die Besonderheit der Ausstellung im St. Blasier Dom hervor: „Sie ist so besonders, weil diese Weltkugel einen Durchmesser von zehn Metern hat und damit die größte Gaia ist, die bisher in Deutschland gezeigt wurde“, sagte der Künstler. Er sei gespannt zu sehen, wie die Kunstinstallation in dieser riesigen Kathedrale wirke, und freue sich sehr darauf, „das Verhältnis dieser großen Weltkugel zur großen Kuppel zu sehen“, erklärte Jerram.

Was für ein Perspektivwechsel: Von außen auf uns blicken!

Wer eintritt, blickt wie aus dem Weltall auf unseren blauen Planeten – ein Perspektivwechsel, der Staunen auslöst und zum Nachdenken anregt. Das Kunstwerk Gaia, eine detailgetreue Abbildung der Erdkugel mit einem Durchmesser von zehn Metern, rotiert in rund drei Metern Höhe unterhalb der Domkuppel und bietet Besucher:innen bis zum 9. November 2025 die einmalige Gelegenheit, die Erde so zu sehen, wie es sonst nur aus dem All möglich ist.

Die Ausstellung ist zu jeder Zeit ein ganz besonderes Erlebnis. Besonders eindrücklich ist Gaia allerdings, wenn es dunkel wird: Das blaue Leuchten unseres Planeten, der sich da unter der mächtigen Kuppel des Doms ganz langsam dreht, packt und fasziniert wohl jede und jeden.

Maßstabsgetreue Installation

1,3 Millionen Mal kleiner als die reale Erdkugel kreist die Kunstinstallation Gaia – ein illuminierter, maßstabsgetreuer Globus – unter der 36 Meter weiten Domkuppel von St. Blasien. Dies begleitet von einer eigens für sie geschaffenen Musikkomposition. Fantastisch! Im Dom selbst ist auch ein Holzgerüst installiert, von dem aus man die Kugel auch von oben betrachten kann. Und wer genau hinschaut, wird auf der aus Originalaufnahmen der NASA zusammengesetzten Kugel auch Europa entdecken. Wie klein wir doch sind.

Das Programm zur Ausstellung

Die Gaia-Ausstellung wird von einem vielfältigen Rahmenprogramm begleitet. Unter anderem finden vier hochkarätige Klassikkonzerte im Dom unter der illuminierten Erdkugel statt. Den Auftakt machte am Samstag, 4. Oktober, um 16 Uhr das mehrfach preisgekrönte Ensemble Capella de la Torre.

Tickets für alle Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung einschließlich der vier Sonderkonzerte gibt es bei allen Tourist-Informationen der Hochschwarzwald Tourismus GmbH, telefonisch unter +49 (0)7652/1206-0 sowie unter hochschwarzwald.de/gaia.

Die Öffnungszeiten der Gaia-Ausstellung im Dom sind von Montag bis Samstag von 8:30 Uhr bis 18:30 Uhr und sonntags von 12:30 Uhr bis 18:30 Uhr. An den Freitagen wird die Öffnungszeit bis 20:30 Uhr verlängert.

Der Eintritt zur Gaia-Ausstellung ist frei. Um eine Unterstützung durch Spenden wird jedoch gebeten.

Weitere Informationen zur Gaia-Ausstellung und dem begleitenden Programm sind zu finden unter: hochschwarzwald.de/gaia.

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