Die Erde aus dem Weltall sehen
Mit seinem Kunstwerk Gaia – benannt nach der Gottheit aus der griechischen Mythologie, die die Erde personifiziert – verfolgt Luke Jerram das Ziel, den Menschen ein Gefühl für die Fragilität unseres Heimatplaneten zu vermitteln. Die Kunstinstallation hat einen Durchmesser von zehn Metern und ist somit 1,3 Millionen Mal kleiner als die reale Erdkugel.
Jeder Zentimeter auf dem von ihm geschaffenen Globus bildet 13 Kilometer der Erdoberfläche ab. Vom 3. Oktober bis 9. November 2025 wird die maßstabsgetreue, dreidimensionale Abbildung unseres Planeten, die Jerram mithilfe realer topografischer Aufnahmen der US-Raumfahrtbehörde NASA geschaffen hat, in rund drei Metern Höhe im Dom in St. Blasien zu sehen sein.
Klangvolle Samstage unter der Erdkugel
An vier Samstagen im Oktober und November bietet sich die Gelegenheit, Gaia in Verbindung mit herausragender klassischer Livemusik zu erleben. Den Auftakt macht am 4. Oktober das Ensemble Capella de la Torre mit „Earth Music“. Das Programm erzählt musikalisch von den vier Elementen – Wasser, Feuer, Erde und Luft – und kombiniert Werke der Renaissance und des Barocks von Gabrieli, Schütz, Praetorius und anderen zu einem klangvollen Naturerlebnis.
Am 18. Oktober folgt das Calmus Ensemble aus Leipzig mit „Hymnus an die Erde“. Das Vokalquintett spannt den Bogen von William Byrd über Bach und Brahms bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen von Ēriks Ešenvalds und Bernd Franke.

Große Werke, große Bühne
Am 25. Oktober bringt der Unichor Freiburg unter Leitung von Eduard Wagner Haydns Oratorium „Die Schöpfung“ zur Aufführung. Das Werk erzählt die Erschaffung der Welt nach dem ersten Kapitel der Genesis und zählt zu den beliebtesten Oratorien überhaupt. Den Abschluss bildet am 8. November der Festspielchor St. Blasien mit rund 70 Sänger:innen. Gemeinsam mit dem Kammerorchester 3klang wird Brahms’ „Ein deutsches Requiem“ aufgeführt – ein bewegendes Werk, das Trost und Tiefe unter die himmlische Kuppel bringt.
Ein Besuch der Ausstellung und der Konzerte lohnt sich – für Augen, Ohren und das Herz.
Infos
Die Sonderkonzerte beginnen jeweils um 16 Uhr.
Tickets für die Sonderkonzerte gibt es bei allen Tourist-Informationen der Hochschwarzwald Tourismus GmbH, telefonisch unter +49 (0)7652/1206-0 sowie unter reservix.de.
Die Öffnungszeiten der Gaia-Ausstellung im Dom sind von Montag bis Samstag von 8:30 Uhr bis 18:30 Uhr und sonntags von 12:30 Uhr bis 18:30 Uhr. An den Freitagen wird die Öffnungszeit bis 20:30 Uhr verlängert.
Der Eintritt zur Gaia-Ausstellung ist frei. Um eine Unterstützung durch Spenden wird jedoch gebeten.
Weitere Informationen zur Gaia-Ausstellung und dem begleitenden Programm gibt es unter: hochschwarzwald.de/gaia.





