Foto: Von Jan - stock.adobe.com
Auf solch faszinierende Bilder dürfen wir uns in der Blutmond-Nacht am 7. September freuen.
Auf solch faszinierende Bilder dürfen wir uns in der Blutmond-Nacht am 7. September freuen.
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Blutmond-Nacht im September: So erlebt ihr die magische Mondfinsternis live

26. August 2025
Der September 2025 beschert uns ein seltenes Spektakel: In der Nacht vom 7. auf den 8. September verwandelt sich der Vollmond in einen tiefroten „Blutmond“. Grund ist eine totale Mondfinsternis, die in ganz Deutschland sichtbar ist. Wir erklären euch den Ablauf exemplarisch am Beispiel Freiburg und geben Tipps, wie ihr das Schauspiel im Schwarzwald am besten beobachten könnt.

So entsteht der Blutmond

Eine Mondfinsternis tritt auf, wenn die Erde genau zwischen Sonne und Mond steht und ihr Schatten die Mondscheibe verdunkelt. Bei einer totalen Finsternis taucht der Mond komplett in den Kernschatten der Erde. Ganz schwarz verschwindet er jedoch nicht, sondern leuchtet in einem rötlich-orangen Schimmer. Ursache ist, dass das Sonnenlicht durch die Erdatmosphäre gebrochen wird: Die kurzwelligen blauen Anteile werden stärker gestreut, während die langwelligen roten Strahlen den Schattenkegel erreichen – ähnlich wie bei einem Sonnenuntergang. Dieses Licht trifft den Mond und lässt ihn so mystisch rot erscheinen.

Die Phasen der Finsternis in Freiburg

In Freiburg geht der Mond bereits während der totalen Finsternis auf – freie Sicht zum Ostsüdost-Horizont ist entscheidend:

  • Mondaufgang: 19:54 Uhr (Azimut 99°, Höhe −0,2°) – der Mond erscheint schon im Kernschatten, anfangs schwer erkennbar.
  • Beginn der sichtbaren Totalität: ab 19:54 Uhr – der Blutmond steht knapp über dem Horizont.
  • Maximale Verdunkelung: 20:11 Uhr (Azimut 102°, Höhe 2,2°) – der Mond leuchtet tiefrot.
  • Ende der Totalität: 20:52 Uhr (Azimut 109°, Höhe 8,6°) – die ersten Sonnenstrahlen erreichen wieder den Mondrand.
  • Ende der partiellen Phase: 21:56 Uhr (Azimut 122°, Höhe 18,1°).
  • Ende der Halbschattenfinsternis: 22:55 Uhr – das Schauspiel ist vorbei.

Hinweis: Die genauen Uhrzeiten hängen vom jeweiligen Beobachtungsort ab, vor allem vom Mondaufgang. Wer sich über die Zeiten für andere Städte oder Dörfer informieren möchte, findet verlässliche Angaben z. B. bei TimeandDate.de – Mondfinsternis oder über Astronomie-Apps, die den Standort berücksichtigen.

Die besten Plätze im Schwarzwald

  • Freie Sicht nach Ostsüdost ist entscheidend, besonders beim Mondaufgang.
  • Hochlagen wie Feldberg, Belchen oder Schauinsland bieten beste Bedingungen: dunkler Himmel, freie Sicht, wenig Lichtverschmutzung.
  • Auch auf der Hornisgrinde oder anderen Höhen im Nordschwarzwald wirkt der Blutmond besonders intensiv.
  • Aussichtstürme bieten oft den besten Rundumblick – Taschenlampe für Auf- und Abstieg nicht vergessen.

Tipps für Beobachter

  • Fernglas oder eine Kamera bringen die roten Schattierungen besonders schön zur Geltung.
  • Wer Glück hat, kann den Blutmond auch bequem vom Balkon oder Garten verfolgen – sofern der Horizont frei ist.

Ein seltenes Erlebnis

Totale Mondfinsternisse sind in Mitteleuropa selten. Nach dieser Nacht heißt es bis 2028 warten, bis sich der nächste Blutmond in dieser Form zeigt.

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