Bau in Etappen – mit Sperrungen ab April 2026
Gestartet wird im Abschnitt zwischen Grenzach-Wyhlen und Rheinfelden (Kreis Lörrach) – zunächst bei laufendem Betrieb. Ab April 2026 wird es dann ernst: Die Strecke zwischen Rheinfelden und Erzingen muss für die Arbeiten gesperrt werden. Der Abschnitt Waldshut–Erzingen soll im März 2027, Rheinfelden–Waldshut im Juli 2027 wieder in Betrieb gehen. Anschließend folgen technische Abnahmen, Messfahrten und Einweisungen, bevor zum Fahrplanwechsel im Dezember 2027 das neue Angebot startet.
„Uns ist bewusst, dass eine solche Sperrung der Hochrheinbahn eine große Beeinträchtigung für die Menschen in der Region bedeutet. Doch von dem Qualitätssprung ab 2027 werden wir alle profitieren“, so Ronald Heil, Projektleiter bei der Deutschen Bahn.
Mehr Komfort und neue Haltepunkte
Die Bahn rüstet die Strecke mit einer durchgehenden Oberleitung aus. Damit können künftig moderne, leisere und umweltfreundlichere Züge eingesetzt werden. Gleichzeitig werden 17 Bahnhöfe barrierefrei ausgebaut, die Stationen Tiengen und Lauchringen zu Kreuzungsbahnhöfen erweitert. Zudem entstehen drei neue Haltepunkte: Rheinfelden-Warmbach, Bad Säckingen-Wallbach und Waldshut-West.
Ende der Dieselloks – und dichtere Takte
Mit der Elektrifizierung endet der Einsatz von Dieselloks am Hochrhein. Stattdessen sollen die Züge künftig häufiger und zuverlässiger unterwegs sein. Die bisherigen RB-Verbindungen werden tagsüber zu einem Halbstundentakt verdichtet. Darüber hinaus wird es im Fernverkehr den neuen Hochrhein-Bodensee-Express geben – eine direkte Verbindung von Basel über Schaffhausen und Konstanz bis in die Ostschweiz nach Romanshorn, St. Gallen und Herisau.
Pluspunkt für die ganze Region
Das Projekt hat nicht nur für Südbaden große Bedeutung, sondern stärkt den gesamten grenzüberschreitenden Bahnverkehr. Mit schnelleren und komfortableren Verbindungen zwischen Deutschland und der Schweiz soll die Hochrheinbahn zu einer attraktiven Alternative zum Auto werden.
Bis dahin heißt es allerdings für die Fahrgäste: Geduld haben – und sich auf längere Sperrungen und Schienenersatzverkehr einstellen. Der Lohn: Ab Ende 2027 eine deutlich modernisierte Hochrheinbahn ohne den umweltschädlichen Dieseleinsatz.





