Foto: Deutsche Bahn AG / Oliver Lang.
Die Zeit der Dieselzüge auf der Hochrheinbahn istbald vorbei. 434 Millionen Euro soll die Elektrifizierung der Strecke kosten, mit der jetzt begonnen wird. Symbolbild
Die Zeit der Dieselzüge auf der Hochrheinbahn istbald vorbei. 434 Millionen Euro soll die Elektrifizierung der Strecke kosten, mit der jetzt begonnen wird. Symbolbild
Foto: Deutsche Bahn AG / Oliver Lang.

Hochrheinbahn-Ausbau startet im September: 434 Millionen für Elektrifizierung

24. August 2025
Nach jahrelangen Diskussionen und Planungen fällt nun der Startschuss: Am 20. September 2025 beginnen die Bauarbeiten für den Ausbau und die Elektrifizierung der Hochrheinbahn zwischen Basel Badischem Bahnhof und Erzingen (Baden). Damit endet auf der 75 Kilometer langen Strecke bis Ende 2027 die Zeit der Dieselzüge. Die Deutsche Bahn veranschlagt für das Projekt 434 Millionen Euro, die Schweiz steuert 50 Millionen Franken (rund 53 Millionen Euro) bei.

Bau in Etappen – mit Sperrungen ab April 2026

Gestartet wird im Abschnitt zwischen Grenzach-Wyhlen und Rheinfelden (Kreis Lörrach) – zunächst bei laufendem Betrieb. Ab April 2026 wird es dann ernst: Die Strecke zwischen Rheinfelden und Erzingen muss für die Arbeiten gesperrt werden. Der Abschnitt Waldshut–Erzingen soll im März 2027, Rheinfelden–Waldshut im Juli 2027 wieder in Betrieb gehen. Anschließend folgen technische Abnahmen, Messfahrten und Einweisungen, bevor zum Fahrplanwechsel im Dezember 2027 das neue Angebot startet.

„Uns ist bewusst, dass eine solche Sperrung der Hochrheinbahn eine große Beeinträchtigung für die Menschen in der Region bedeutet. Doch von dem Qualitätssprung ab 2027 werden wir alle profitieren“, so Ronald Heil, Projektleiter bei der Deutschen Bahn.

Mehr Komfort und neue Haltepunkte

Die Bahn rüstet die Strecke mit einer durchgehenden Oberleitung aus. Damit können künftig moderne, leisere und umweltfreundlichere Züge eingesetzt werden. Gleichzeitig werden 17 Bahnhöfe barrierefrei ausgebaut, die Stationen Tiengen und Lauchringen zu Kreuzungsbahnhöfen erweitert. Zudem entstehen drei neue Haltepunkte: Rheinfelden-Warmbach, Bad Säckingen-Wallbach und Waldshut-West.

Ende der Dieselloks – und dichtere Takte

Mit der Elektrifizierung endet der Einsatz von Dieselloks am Hochrhein. Stattdessen sollen die Züge künftig häufiger und zuverlässiger unterwegs sein. Die bisherigen RB-Verbindungen werden tagsüber zu einem Halbstundentakt verdichtet. Darüber hinaus wird es im Fernverkehr den neuen Hochrhein-Bodensee-Express geben – eine direkte Verbindung von Basel über Schaffhausen und Konstanz bis in die Ostschweiz nach Romanshorn, St. Gallen und Herisau.

Pluspunkt für die ganze Region

Das Projekt hat nicht nur für Südbaden große Bedeutung, sondern stärkt den gesamten grenzüberschreitenden Bahnverkehr. Mit schnelleren und komfortableren Verbindungen zwischen Deutschland und der Schweiz soll die Hochrheinbahn zu einer attraktiven Alternative zum Auto werden.

Bis dahin heißt es allerdings für die Fahrgäste: Geduld haben – und sich auf längere Sperrungen und Schienenersatzverkehr einstellen. Der Lohn: Ab Ende 2027 eine deutlich modernisierte Hochrheinbahn ohne den umweltschädlichen Dieseleinsatz.

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