Die Rolle seines Lebens
Kaum eine Rolle ist so eng mit einem Darsteller verbunden wie Hermann Faller mit Wolfgang Hepp. Seit dem Start der Serie im Jahr 1994 verkörperte er das Familienoberhaupt mit beeindruckender Vielschichtigkeit: mal als strenger, polternder Patriarch, dann wieder als nachdenklicher, leiser Beobachter. Genau diese Mischung machte die Figur für viele Zuschauer so glaubwürdig – und die Serie zu einem festen Bestandteil des Sonntagabends.
„Er hat die Serie entscheidend geprägt“
Auch SWR-Intendant Kai Gniffke würdigte Hepps Lebenswerk Über 31 Jahre hinweg habe er die Serie entscheidend geprägt. Seine schauspielerische Präsenz und sein Können seien außergewöhnlich, sein Abschied markiere das Ende einer Ära. Es sei eine seltene Leistung, eine Figur über so lange Zeit lebendig zu halten und ihr dennoch immer neue Facetten zu verleihen.

Dabei reicht Hepps Karriere weit über die „Fallers“ hinaus. Geboren 1941 in Singen am Hohentwiel, absolvierte er seine Ausbildung an der renommierten Otto-Falckenberg-Schule in München. Engagements führten ihn unter anderem nach Ulm, Kassel, Düsseldorf, Basel und Bonn. Besonders in Erinnerung blieb ihm seine Mitwirkung bei den Freilichtspielen Schwäbisch Hall, wo er in „Nathan der Weise“ auftrat – ein persönlicher Höhepunkt seiner Theaterlaufbahn.
Aber es gab nicht „nur“ „Die Fallers“
Auch im Fernsehen war Hepp immer wieder präsent: Gastrollen in Serien wie „Um Himmels Willen“, „SOKO Wien“ oder „Ein Fall für zwei“ zeugen von seiner Vielseitigkeit. Zudem stand er im Tatort als Kriminalrat Wolf an der Seite von Ulrike Folkerts vor der Kamera.
Mit seinem Abschied endet nicht nur ein Kapitel der Serie, sondern auch ein Stück Fernsehgeschichte. Für die Zuschauer bleibt vor allem eines: die Erinnerung an eine Figur, die über Jahrzehnte hinweg immer wieder sonntags wie ein vertrauter Teil der eigenen Familie wirkte.
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