2026 Jubiläum: Vor 90 Jahren fing alles an.
Die Geschichte dieses außergewöhnlichen Spektakels geht auf das Jahr 1936 zurück, als eine Gruppe von Fasnetsnarren in der frisch ausgebauten Schiltach das erste Mal mit Holzzubern den Fluss hinunterfuhen. Ihr seht, das Jahr 2026 ist für die Schramberger doch ein ganz Besonderes. Schließlich kann man ein kleines Jubiläum feiern, ist es doch genau 90 Jahre her, als es die erste Bach-na-Fahrt gab. Und die wurde auf Anhieb zu einer großartigen Erfolgsgeschichte.Sie wurde sogar so populär, dass der Rosenmontag in Schramberg kurzerhand zum arbeitsfreien Tag erklärt wurde, was er bis heute noch ist.

Zuberbau ein Ideenfestival
Schon drei Wochen vor dem Event beginnt der Zuberbau. Jeder Teilnehmer erhält seinen Zuber per Los, und dann wird in nächtelangen Schichten daran gearbeitet, ihn so stabil wie möglich zu machen – mit Materialien wie Kartons, Dachlatten oder alten Kanistern. Die Narren sind in ihrer Vorfreude und Vorbereitung kaum zu bremsen. Jedes Jahr wird mit Liebe und Humor ein neues Zuber-Design erschaffen, das oft politische oder lokale Themen aufgreift. Die Fantasie kennt keine Grenzen, die Zuber sind wahre Kunstwerke. Toll!
Morgens gibt’s den Zuber-Umzug
Der Umzug der Zuber durch die Innenstadt ist das erste Highlight des Tages, das die Zuschauer um 10.30 Uhr erleben können. Unser Tipp: Schaut ihn euch an. Es ist mit Sicherheit die letzte Gelegenheit alle Zuber in ihrer ganzen Pracht zu erleben. So mancher von ihnen wird nämlich das Ziel unten nur in Einzelteilen erreichen.
Halsbrecherische Manöver auf der Schiltach
Der wahre Nervenkitzel beginnt pünktlich um 13 Uhr, wenn der Startschuss zur „Da-Bach-na-Fahrt“ fällt. Die Zuber fahren dann eine etwa 500 Meter lange Strecke durch die Schiltach. Das ist nicht ohne Risiko – bei den halsbrecherischen Manövern kann es durchaus passieren, dass das Gefährt kentert und die Fahrer ganz enge Bekanntschaft mit der eisigen Schiltach machen.

„Furz – trocka“ oder „Batsch – nass – das ist hier die Frage
Doch genau das macht den Reiz des Events aus. Mit jedem Wellenritt geht es darum, ob der Zuber trocken bleibt – und wenn nicht, gibt’s den typischen Narrenruf „Batsch – Nass“. Wer es hingegen trocken unterwegs ist, ruft „Furz – Trocka“. In der Regel schreit das erste die Zuberbesatzung, das zweite die Zuschauer und wenn es mal andersrum ist, ist es auch egal. Ja, und wenn die Schiltach richtig viel Wasser hat, hört ihr bestimmt auch den Ruf „Kanal – voll“. Immer laut schreien.
Unten ankommen tun alle – bloß wie
Am Ende kommen unten alle an. Die einen „Furz trocka“, die anderen „Batsch-nass“ durch die Schiltach watend, die einen mit ihrem Zuber – die andern ohne oder nur mit einem in stark abgespeckter Version. Egal, Spaß hat es allen gemacht. Gerade auch den Zuschauern.

Nach der Da Bach-na-Fahrt großer Umzug
Die Bach-na-Fahrt ist zu Ende. Ach so, ihr habt doch noch nicht genug von der Fasnet? Kein Problem in Schramberg. Das nächste Event wartet. Um 14.30 Uhr beginnt der große Fasnetsumzug mit zahlreichen Zünften und Gruppen. Es ist ein riesiger närrischer Lindwurm, der sich da durch das fasnetsverrückte Städtle zieht und der von Zigtausenden begeistert gefeiert wird. Es ist schon klasse, was die Narrenzunft Schramberg hier über die närrischen Tage hinweg so alles auf die Beine stellt. Mehr Infos gibt es unter https://bach-na-fahrt.de/






