Aufnahmen sorgen für Glücksgefühle
Gelingen konnte die seltene Aufnahme Jagdpächter Benjamin Braun. Er entdeckte die Tiere auf einer wilden, lichten Waldfläche und hielt die Szene spontan mit dem Handy fest. Der Verein Auerhuhn im Schwarzwald spricht von einem „Gesperre“ – also einer Mutter mit fast ausgewachsenen Küken. Besonders erfreulich: Die Sichtung kommt ausgerechnet aus einem Gebiet, das im Rahmen des Aktionsplans Auerhuhn speziell auf nachhaltige Waldwirtschaft umgestellt wurde. Lichte, strukturreiche Wälder bieten dem scheuen Wildvogel Schutz und Nahrung – genau das, was die bedrohte Art dringend braucht.
Die Lage bleibt ernst
Denn die Lage bleibt ernst: Im gesamten Schwarzwald leben nur noch gut 200 Auerhühner, deutlich weniger als noch vor wenigen Jahrzehnten. Lebensraumverlust und natürliche Fressfeinde setzen dem größten Waldhuhn Europas seit Jahren zu. Umso wichtiger sind positive Signale wie dieses – sie zeigen, dass gezielte Schutzmaßnahmen Wirkung entfalten.
Der Verein, Försterinnen und Förster sowie engagierte Waldbesitzende arbeiten weiter daran, dem Auerwild langfristig eine Zukunft zu sichern. Doch für den Moment darf man sich einfach freuen: über ein paar Sekunden Videomaterial, die beweisen, dass es im Schwarzwald noch Nachwuchs gibt – und dass die Hoffnung auf eine stabile Auerhuhn-Population lebt






