Ganz ohne eigenes Zutun geht es allerdings nicht: Bevor es eine Gabe gibt, müssen die Kinder dem Pelzmärtle ein Gedicht aufsagen. Das kostet mitunter Überwindung, denn die Gestalt wirkt alles andere als harmlos. Das Pelzmärtle trägt ein aufwendig gefertigtes Strohkostüm, das Kopf und Körper vollständig bedeckt.
Mutprobe vor der Bescherung
Dazu kommen geflochtene Hörner, ein langer Schwanz sowie zahlreiche Glocken, die bei jeder Bewegung laut erklingen. In der Hand hält die Figur neben dem Gabensack auch eine Rute – ein Erscheinungsbild, das Respekt einflößt und den alten Brauch besonders eindrucksvoll macht.
Alte Tradition mit Wurzeln in Tirol
Seinen Ursprung hat das Pelzmärtle in Tirol. Von dort brachten Einwanderer die Tradition einst in den Schwarzwald. In Bad Herrenalb wird sie seit vielen Jahrzehnten gepflegt: An Heiligabend kommen Pelzmärtle und Christkind traditionell aus dem Gaistal in den Ort. Musikalisch begleitet wird das Christmärtel vom Musikverein, was der Veranstaltung einen festlichen Rahmen verleiht. Sie zählt zu den festen Terminen im abwechslungsreichen Veranstaltungskalender der Bäderstadt. Übrigens: Bad Herrenalb ist nicht der einzige Ort in der Region, in dem das Pelzmärtle unterwegs ist – auch in Bad Wildbad ist die Figur bekannt.
Mehr Infos über Bad Herrenalb unter www.badherrenalb.de






