Warum der Januar-Vollmond „Wolfsmond“ heißt
Seinen Namen verdankt er alten europäischen und nordamerikanischen Traditionen. In den kalten Januarnächten hörte man früher oft das Heulen der Wölfe rund um die Dörfer – und glaubte, es sei Hunger. Heute weiß man: Wölfe heulen vor allem zur Kommunikation, zur Stärkung sozialer Bindungen und zur Koordination im Rudel. Der Name aber ist geblieben und macht den Januar‑Vollmond bis heute zu etwas Besonderem. Und vielleicht hört ja jemand in diesen Nächten sogar irgendwo in den Wäldern des Schwarzwalds einen Wolf heulen.
Ein Supermond – größer, heller, näher
Der genaue Zeitpunkt des Vollmonds ist der 3. Januar um 11.03 Uhr MEZ. Sichtbar wird er natürlich erst in der Nacht – und das mit beeindruckender Helligkeit von -12,7 mag. Der Mond steht dann im Sternbild Zwillinge und ist als hellstes Objekt am Nachthimmel auch ohne Ausrüstung wunderbar zu beobachten. Schon ab dem 1. Januar wird die Mondscheibe mehrere Tage lang nahezu vollständig sichtbar sein.
Der Wolfsmond gilt als Supermond, weil er besonders nah an der Erde vorbeizieht. Rund 362.000 Kilometer wird er entfernt sein – deutlich näher als der kleinste Vollmond des Jahres im Mai, der über 406.000 Kilometer Abstand haben wird. Dadurch erscheint der Mond etwa sechs Prozent größer und rund 13 Prozent heller als ein durchschnittlicher Vollmond.
Jupiter – der strahlende Begleiter des Wolfsmonds
Und der Januar‑Vollmond bekommt in diesem Jahr sogar einen brillanten Begleiter: Jupiter, den größten Planeten unseres Sonnensystems. Mit einer Helligkeit von -2,7 mag überstrahlt er jeden Stern am Himmel. Weil Jupiter sich seiner Opposition am 10. Januar nähert, ist dies die beste Zeit des Jahres, um ihn zu beobachten. Besonders eindrucksvoll wird es am 3. Januar um 23.24 Uhr MEZ: Dann stehen Vollmond und Jupiter nur rund 3°27′ voneinander entfernt – nah genug, um gemeinsam im Sichtfeld eines Fernglases zu erscheinen.
Mondtäuschung & Beobachtungstipps
Viele werden den Mond besonders eindrucksvoll finden, wenn er knapp über dem Horizont steht. Doch Vorsicht: Das ist nur eine optische Täuschung. Unser Gehirn vergleicht den tief stehenden Mond mit Häusern oder Bäumen und lässt ihn dadurch riesig wirken. Ein einfacher Test zeigt’s: Fotografiert den Mond einmal am Horizont und später hoch am Himmel – die Größe bleibt gleich.
Wer mehr Details auf der Mondoberfläche entdecken möchte, greift am besten zu einem Fernglas mit sieben- bis zehnfacher Vergrößerung. Besonders markant ist der Krater Tycho, der mit seinen strahlenförmigen Ausläufern zu den spektakulärsten Strukturen auf dem Mond zählt.
Überhaupt: Wer mehr über den Sternenhimmel wissen möchte, dem empfehlen wir die Seite https://starwalk.space/de
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