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March

March - vor den Toren Freiburgs gelegen - ist eine junge Gemeinde mit alter Tradition. Ein Widerspruch? Nein, in diesem Fall ganz bestimmt nicht, denn die Gemeinde gibt es erst seit 1973, als sich die bis dahin selbstständigen Orte Buchheim, Holzhausen, Hugstetten und Neuershausen unter dem Namen March zu einer neuen Gemeinde zusammenschlossen.

Und jeder der vier kann auf eine lange Geschichte zurückblicken, hat einiges zu bieten und bei aller Gemeinsamkeit sich auch die eigene Identität bewahrt. Stolze Kirchen und Schlösser zieren die Orte, wobei letztere sich alle in Privatbesitz befinden und nicht besichtigt werden können.

Einige ganz heiße Tipps haben wir Ihnen in diesem Zusammenhang aber doch. Wandeln Sie auf den Spuren des berühmten Komponisten Felix Mendelsohn-Bartholdy und seiner Frau Cecilie, die auf ihrer Hochzeitsreise den Schlosspark des Hugstetter Schlosses besuchten. Dieser Park im Stil eines Englischen Landschaftsparks gilt bis heute einer der schönsten Englischen Gärten in ganz Süddeutschland. Knapp fünf Hektar der über sieben Hektar großen Anlage sind öffentlich und können besucht werden. Im Park gibt es immer wieder auch Führungen und Veranstaltungen.

Dann die Kirchen und Kapellen in den Orten. Häufig sind sie richtige Kleinode.  Auf zwei von ihnen wollen wir Sie besonders hinweisen. Im Ortsteil Buchheim steht die schmucke Str. Georgskirche mit ihm spätgotischen Chor und dem barocken Langhaus. Sie wurde 1757 erbaut. Allerdings ist für Buchheim bereits für das Jahr 769 eine Kirche nachgewiesen. Das Dorf gilt damit als der älteste Kirchenstandort des gesamten Breisgaus. Unbedingt anschauen sollte man sich auch die prachtvolle St. Vincentiuskirche in Neuershausen

Das sind vielleicht die größten, aber beileibe nicht einzigen Highlights von March. So gibt es hier beispielsweise die einzige Sternwarte des Rheintals zwischen Karlsruhe und Basel und in dem liebevoll eingerichteten Heimatmuseum können Sie einen Ausflug in die Geschichte unternehmen, die weit, weit zurückreicht. Schon die Steinzeitmenschen, Kelten und Römer waren hier zugange.

Zu den touristischen Pfunden der Gemeinde gehört die Gastronomie. Vom einfachen Vesper über die gut bürgerliche Küche bis hin zum Gourmetangebot findet sich alles. Zum guten Essen gehört natürlich auch ein guter Wein, doch das ist nun wirklich das Allerletzte, um das man sich am Kaiserstuhl Sorgen machen müsste.  Darüber hinaus gibt es in der Gemeinde ein vielfältiges Freizeitangebot.

Den dunkelsten Moment in der Geschichte der Gemeinde wollen wir indes an dieser Stelle auch nicht vergessen. An ihn erinnert ein schlichtes Kreuz, das gegenüber dem Tierhygienischen Institut an der Straße zwischen Freiburg und Hugstetten aufgestellt ist. Am 3. September 1882 entgleiste auf der Strecke Freiburg – Breisach kurz vor der Station Hugstetten, ein mit 1200 Personen besetzter Sonderzug wegen zu hoher Geschwindigkeit. 52 Fahrgäste wurden sofort getötet, von den 100 Schwerverletzten starben mindestens weitere 20.

 

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