Weltcup-Skispringen dank Schwarzwaldgletscher und Schneefabrik

Optimale Bedingungen wie hier wollen die Organisatoren der Weltelite auch in diesem Jahr vom 7. bis 9. Dezember bietenOptimale Bedingungen wie hier wollen die Organisatoren der Weltelite auch in diesem Jahr vom 7. bis 9. Dezember bietenFoto: Hochschwarzwald Tourismus GmbH

Weltcup-Skispringen dank Schwarzwaldgletscher und Schneefabrik

Samstag, 17 November 2018

Weit und breit kein Schnee im Schwarzwald – und doch: Das Ski-Weltcupspringen von der Hochfirstschanze in Titisee-Neustadt vom 7. bis 9. Dezember ist nicht gefährdet, wird wie geplant stattfinden. Dafür sorgen die beiden „Geheimwaffen“ des Organisationskomitees: die seit Sonntag auf Hochtouren laufende Schneefabrik und der am Ende des letzten Winters angelegte „Schwarzwaldgletscher“. Mit deren Hilfe tricksen die Organisatoren die bislang streikende Frau Holle aus.

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Die Schneefabrik besteht aus zwei „Snow-Factory“-Container, die Wasser in Eis verwandeln. Sie waren vor dem Weltcupspringen 2017 zum ersten Mal in Neustadt im Einsatz und haben sich bewährt. 500 bis 700 Kubikmeter Schnee sollen auf diese Art in den nächsten Wochen produziert werden.

Die wichtigste Rohstoffquelle bleibt allerdings der im Vorjahr zum Saisonende aus „heimischem“ Schneeangelegte Schneeberg, der im Volksmund als „Schwarzwaldgletscher bezeichnet wird. Rund 2500 Kubikmeter sind noch von ihm übrig.

Normalerweise verliert der Eisberg unter den Isolierplatten aus Styropor in den warmen Monaten ein Drittel seines Volumens. Durch den langen Sommer büßte der Berg etwas mehr ein. Von einem Verlust von 40 Prozent geht Joachim Häfker, Generalsekretär des Organisationskomitees, aus. Nicht wenige hatten befürchtet, dass die Hitze dem Gletscher noch viel stärker zusetzen würde

Nichtsdestotrotz wartet Häfker jetzt auf Kälte. Und seine Hoffnung scheint in Erfüllung zu gehen. Für die nächsten Tage und die kommende Woche rechnen die Wetterfrösche mit deutlich zurückgehenden Temperaturen. Ja, es soll sogar die eine oder andere Schneeflocke vom Hommel fallen.

Beste Voraussetzungen also für den Samstag, 24. November, wenn Häfker mit seinem Team in einem Großeinsatz den Gletscher abdecken und den Schnee dann auf die Schanze aufgetragen wollen Außerdem soll der Anlauf eingerichtet werden. Das neue Anlaufgebäude ist bereits so gut wie fertig, laut Häfker fehle nur noch „der letzte Feinschliff“. 

Was das Weltcupspringen vom 7. bis 9. Dezember angeht, ist der OK-Generalsekretär guter Dinge. „Wir sind auf alles vorbereitet.“ Rund um den Weltcup sind mehr als 800 ehrenamtliche Helfer im Einsatz.

Zu dem Weltcupspringen wird sowohl bei den Damen als auch bei den Herren die komplette Weltklasse erwartet. Bei den Herren findet neben dem Einzelwettbewerb auch noch ein Team-Wettbewerb statt, bei den Damen steht auf der größten Naturschanze Europas zum ersten ein Einzelspringen im Weltcup-Kalender. Weitere Infos unter www.weltcupskispringen.com

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