Warum die Todtmooser „Lebküchler“ heißen

Man sieht es: Papst Franziskus freut sich über die Lebkuchen aus Todtmoos, die ihm Bürgermeisterin Janette Fuchs und Pater David auf dem Petersplatz in Rom überreicht haben. Man sieht es: Papst Franziskus freut sich über die Lebkuchen aus Todtmoos, die ihm Bürgermeisterin Janette Fuchs und Pater David auf dem Petersplatz in Rom überreicht haben. Foto: Vatican Medi

Warum die Todtmooser „Lebküchler“ heißen

Donnerstag, 26 November 2020

Klar, die Advents- und Weihnachtszeit ist die Zeit, in der Lebkuchen Hochsaison haben. Doch da gibt es einen Ort im Schwarzwald, das dem duftenden herrlichen Gebäck das ganze Jahr huldigt: Todtmoos im Hochschwarzwald. Dessen Bewohner werden im Volksmund gar „Lebküchler“ genannt.

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Spezialität aus dem Schwarzwald

Wie die Todtmooser zu dem Namen kamen? Nun, bereits seit Jahrhunderten gilt der Lebkuchen als eine Spezialität in dem Wallfahrtsort. Früher waren es neben den Bäckern die Todtmooser Frauen im Ort, die sich mit dem Lebkuchen ein Zubrot verdienten. Sie kamen nämlich auf die Idee, den Pilgern, die sich nach dem Gebet in der Wallfahrtskirche auf den langen Heimweg machten, etwas Nahrhaftes mitzugeben.

Leckeres für die Pilger

Also buken sie den ebenso leckeren wie haltbaren Lebkuchen im heimischen Ofen und verkauften ihn an den Wallfahrtsständen neben dem steilen Anstieg zur Kirche. Vom Geschmack her sind die Todtmooser Lebkuchen ein bisschen anders als ihre Nürnberger Weihnachtskollegen, kommen zwar vollmundig, aber weniger süß daher. Die Pilger jedenfalls griffen kräftig zu.

Die geschäftstüchtigen Frauen im Dorf waren es auch, die einen zweiten Brauch begründeten, der mit der Vorweihnachtszeit zusammenhängt: Die sogenannten Lebkuchenweiblein kauften bei den örtlichen Bäckern Hunderte von Lebkuchen ein und zogen damit durch die ärmlichen Gegenden des Schwarzwalds. Dort waren sie gerne gesehen, denn sie brachten mit dem beliebten weihnachtlichen Gebäck gleichzeitig den Weihnachtsduft in die Stuben.

Der Papst: ein Lebkuchenfan

In die Schlagzeilen geriet der Todtmooser Lebkuchen übrigens 2019, als die Bürgermeisterin der Gemeinde, Janette Fuchs, und der damals noch in Todtmoos und Bernau tätige Pater David Papst Franziskus in Rom  höchstpersönlich ein Päckchen mit dem köstlichen Spezialitäten aus dem Schwarzwälder Wallfahrtsort überreichten.  Der Papst strahlend: "Das mag ich. Lebkuchen ist fein.“

Heute gibt es in Todtmoos noch viele Zeugnisse der großen Lebkuchentradition. Ja, sie ist bis heute ungebrochen. In der Gemeinde sind beispielsweise zwei Konditoren. die mit Leidenschaft Lebkuchen backen und natürlich ihre jeweiligen traditionellen Rezepte nicht preisgeben. Ja, und von den vielen Haushalten, in denen gerade in der Adventszeit mit Leidenschaft Lebkuchen gebacken werden, wollen wir erst gar nicht reden.

Sogar einen Lebkuchenwanderweg gibt es in Todtmoos und ein Lebkuchenhaus auch. Mehr wollen wir Ihnen hier allerdings nicht verraten. Nur noch ein Tipp: Wenn Sie dort sind müssen Sie sich natürlich auch die Wallfahrtskirche anschauen.

Wer mehr über die Lebkuchen in Todtmoos erfahren möchte, dem empfehlen wir die Internetseite www.hochschwarzwald.de. Dort finden Sie im“ Hochschwarzwald Winterliebe-Magazin“ die ganze Geschichte über die Todtmooser Lebkuchen und manch andere mehr.

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